Atomstrom ist Pfeiler der Energiepolitik
In Frankreich knappe Mehrheit für Atomstrom

dpa PARIS. Nach der deutschen Entscheidung für einen Ausstieg aus der Atomenergie spricht sich eine knappe Mehrheit der Franzosen weiterhin für die Nutzung von Nuklearstrom aus. Doch nimmt die Zahl der Atomgegner zu. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die am Mittwoch vorgelegt wurde. Unterdessen bekräftigte die Regierung, dass die Atomkraft "der beste Weg ist, in Frankreich alle Haushalte mit Energie zu versorgen". Atomstrom sei "einer der Pfeiler der Energiepolitik", sagte der sozialistische Staatssekretär für die Industrie, Christian Pierret, auf einer Nuklear-Tagung im Parlament.

Auf die Frage, ob Frankreich dem deutschen Beispiel folgen und den Ausstieg aus der Atomenergie einleiten sollte, sprachen sich in der Umfrage 49 % der Befragten für das Festhalten am Nuklearprogramm aus. Begründet wurde das damit, "dass Frankreich seine Unabhängigkeit in der Energiepolitik gewährleisten muss". 47 % der Befragten wünschten einen Ausstieg, "da Europa seine Energiepolitik aufeinander abstimmen muss". Damit hat die Zahl französischer Atomstromgegner in den vergangenen eineinhalb Jahren zugenommen. In Frankreich kommen 77 % der Energie aus 57 Atommeilern des staatlichen EDF-Konzerns.

Bei einer Befragung im Januar 1999 waren 40 % der Franzosen gegen die Nuklearenergie. 56 hatten sich damals für den Atomstrom ausgesprochen. Bei der jüngsten repräsentativen Umfrage wurden etwa 1 000 Personen im Alter von 18 Jahren und älter befragt.

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