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Atomwirtschaft steht trotz Kritik zu Atomausstieg

Die Atomwirtschaft hat den von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzentwurf zum Atomausstieg trotz weiterhin erheblicher Bedenken gebilligt. Der Entwurf sei "unter derzeitigen politischen Randbedingungen ein akzeptabler Kompromiss", erklärte das von der Atomwirtschaft getragene Deutsche Atomforum am Donnerstag in Berlin.

dpa-afx BERLIN. "In der Sache" hält das Atomforum den Atomausstieg aber für "energiewirtschaftlich und klimapolitisch falsch". Künftigen Generationen müsse die Option einer weiteren Kernenergienutzung in Deutschland erhalten bleiben.

Die rot-grüne Bundesregierung und die Energiewirtschaft hatten vor knapp zwei Monaten das Abkommen zum Ausstieg aus der Atomenergie unterzeichnet. Der Atomkonsens wird in der Novelle des Atomgesetzes verankert. Der Gesetzentwurf wird zur Zeit von betroffenen Verbänden geprüft. Er soll nach Angaben des Bundesumweltministeriums im September das Kabinett passieren und noch in diesem Jahr vom Bundestag verabschiedet werden.

Deutschland beschreitet einen "nationalen Sonderweg"

Mit seiner politisch gewollten Entscheidung beschreite Deutschland einen nationalen Sonderweg, erklärte das Atomforum. "Die friedliche Nutzung der Kernenergie in Deutschland ist wirtschaftlich erfolgreich, sie ist ethisch verantwortbar und trägt sowohl zur Schonung der Umwelt als auch zur Erreichung klimapolitischer Ziele bei", hieß es.

Weltweit setzten viele Nationen unverändert auf den Einsatz der Kernenergie. Das kerntechnische Wissen in Deutschland dürfe nicht verloren gehen. Die Bundesregierung solle sicher stellen, dass wirtschaftliche Aktivitäten der deutschen Hersteller- und Zulieferindustrie auf dem nationalen und internationalen Markt der Nukleartechnik nicht behindert werden. Auch im Bereich von Wissenschaft und Forschung dürfe es nicht zu einem "technologischen Fadenriss" kommen.

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