Attentäter möglicherweise eine Frau
Mindestens sechs Tote bei neuem Anschlag in Israel

Bei einem Selbstmordanschlag an einer Bushaltestelle in Jerusalem sind am Freitagnachmittag mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Nach Meldungen von Radio Israel wurden außerdem 54 Menschen verletzt, acht von ihnen lebensgefährlich.

dpa JERUSALEM. Zu dem Anschlag in der belebten Jerusalemer Jaffa-Hauptstraße bekannten sich die Al-Aksa-Brigaden, die als bewaffneter Arm der Fatah-Bewegung von Jassir Arafat gelten.

Nach Angaben des Jerusalemer Polizeichefs sprengte sich der Attentäter in die Luft, als er daran gehindert wurde, in einen Bus und vorher in einen scharf bewachten großen Lebensmittelmarkt einzudringen. Bei dem Attentäter handelt es sich möglicherweise um eine Frau. Zuletzt waren bei einem Selbstmordanschlag in der Nähe von Haifa am Mittwoch acht Israelis und der Attentäter getötet worden.

Der neue Anschlag überschattet die Vermittlungsbemühungen von US- Außenminister Colin Powell, der kurz zuvor vier Stunden lang mit dem israelischen Regierungschef Ariel Scharon über Auswege aus der dramatischen Konfliktsituation im Nahen Osten verhandelt hatte. Powell hatte Verständnis für Israels Kampf gegen terroristische Akte gezeigt, aber gleichzeitig die zügige Aufnahme von Verhandlungen angemahnt.

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