Attraktive neue Großarenen leisten ihren Beitrag
Eishockey boomt vor den Play-offs

Am Montagmorgen um drei Uhr campierten bereits Menschen vor der Color Line Arena in Hamburg. Vor den Kassen warteten Eishockey-Fans auf den Vorverkaufsstart für die Play-off-Spiele der Hamburg Freezers. Schon um 10 Uhr waren alle 26 000 Karten für die beiden ersten Heimspiele gegen Mannheim vergriffen.

cv BERLIN. Derartiges hat es in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) noch nicht gegeben. Sicher haben die Freezers (Zuschauerschnitt bei Heimspielen 11 300) neben den Kölner Haien (13 000) in der DEL eine Sonderstellung, doch der Boom in Hamburg illustriert eine Entwicklung, die 1994, bei Gründung der DEL, niemand vorausgesagt hat. Die Liga galt als unausgegorenes Experiment. Doch seit ein paar Jahren geht es in der DEL aufwärts, der Zuschauerschnitt liegt vor Beginn der morgen beginnenden Play-offs bei über 5600 Besuchern pro Spiel.

Nach dieser Erfolgsstory sah es vor zehn Jahren nicht aus. Kritiker wähnten mit der Gründung der DEL einen Traditionsverlust, hatte doch das Eishockey als erste Sportart in Deutschland 1958 eine Bundesliga gegründet. In der DEL war nun alles anders, die Klubs firmierten als Kapitalgesellschaften, Wirtschaftlichkeit sollte Vorrang vor sportlichem Erfolgsdenken haben, Pleiten während der Saison vermieden werden - in der Bundesliga hatte es über die Jahre 16 Clubs erwischt. Nach zehn Jahren steht fest: In der DEL ist wirklich vieles anders als in der Bundesliga. Die einzigen Teams, die in der DEL in der Spielzeit den Spielbetrieb einstellen mussten, waren 1994 die Maddogs München und die Kaufbeurer Adler vor fast acht Jahren.

Zum Boom beigetragen haben auch die neuen Großarenen. Auf Polstersitzen lässt sich Eishockey angenehmer genießen als in einer alten, zugigen Halle. Hallen wie die Kölnarena (18 600 Plätze) sprechen ein neues, familiäreres Publikum an. Hannover ist in die Preussag-Arena umgezogen (10 500 Plätze), eine neue Halle in Krefeld wird im November eingeweiht. In Mannheim wird bereits gebaut, in Berlin, Frankfurt und Düsseldorf sind neue Hallen geplant - vielleicht werden auch dort früh um drei Fans campieren.

Quelle. Handelsblatt

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