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AT&T fährt Pläne für interaktives Fernsehen zurück

Reuters NEW YORK. Der US-Telekommunikationskonzern AT&T fährt einem Zeitungsbericht zufolge seine Pläne für interaktives Fernsehen zurück. Zwei Jahre nachdem AT&T das Software-Unternehmen Microsoft mit der Entwicklung einer ausgefeilten Software für interaktives Fernsehen beauftragt hatte, favorisiere der Betreiber von Kabelnetzen nun eine einfachere Version, berichtete das "Wall Street Journal" am Freitag in seiner Online-Ausgabe. Die Entscheidung sei eine Strategieveränderung bei AT&T und eine Niederlage für Microsoft, das im Rahmen des Auftrags fünf Milliarden Dollar investiert habe.

Microsoft hätte bis zu zehn Millionen Kabel-Kunden von AT&T mit seiner Software für interaktives Fernsehen ausstatten sollen, berichtete das "Wall Street Journal" weiter. Tests ähnlicher Angebote eines Microsoft-Konkurrenten hätten aber in der Zwischenzeit ergeben, dass Kunden mit den zunächst geplanten anspruchsvollen Angeboten noch nichts anfangen könnten. Deshalb habe AT&T nun Microsoft und den konkurrierenden Software-Hersteller Liberate Technologies beauftragt, einfachere Programme für die zum interaktiven Fernsehen notwendigen Set-Top-Boxen zu entwickeln.

Unterdessen kündigte Microsoft an, seine neueste Version des Microsoft TV in Mexiko, Israel und Portugal testen zu wollen. Entsprechende Verträge seien mit den Kabel-TV-Anbietern Grupo Televisa in Mexiko, Matav Cable System's Media in Israel und TV Cabo in Portugal abgeschlossen worden. Mit Microsoft TV können Kunden über ihren Fernseher E-Mails verschicken und empfangen, begrenzt im Internet einkaufen und Programm-Informationen abrufen. Die Kunden können sich Microsoft zufolge auch ihr eigenes Fernseh- und Radioprogramm zusammenstellen (Video- und Audio-on-Demand)

Der Markt für interaktives Fernsehen ist vergleichsweise klein. Microsoft zufolge wird von den 1,5 Milliarden Fernsehern weltweit nur auf 30 Millionen interaktives Fernsehen genutzt.

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