AT & T verliert vor der Glocke
Wall Street: Futures deuten ins Plus

Zum Wochenauftakt hatten die Märkte im Minus eröffnet und am Abend dicke Gewinne eingefahren. Am Dienstag hatten die Futures freundlich ins Plus gezeigt, und die Wall Street bis zur Schloßglocke verloren. Der Dow Jones war am Dienstagabend mit einem Minus von 37 Punkten aus dem Handel gegangen, die Nasdaq mit einem Verlust von vier Punkte.

Am Mittwochmorgen tendieren die US-Märkte vorbörslich leicht freundlich. Der S & P 500 liegt eine halbe Stunde vor Handelsbeginn zwei Zähler im Plus, der Indikator der Nasdaq steht mit einem Punkt im grünen Bereich.

Wie der Handel tatsächlich verläuft wird auch Mitte der zweiten Ertragswoche überwiegend von den Ergebnismeldungen der Unternehmen abhängen. Am Mittwoch legen unter anderen die Dow-Werte Eastman Kodak, Honeywell und DuPont sowie Nextel, Sears Roebuck und der "Budweiser"-Brauer Anheuser-Busch Zahlen vor.

Amazon erfüllt Erwartungen

Bereits am Dienstagabend legte der Online-Buchhändler Amazon.com Zahlen vor. Das Unternehmen konnte die Erwartungen der Analysten im abgelaufenen dritten Quartal erfüllen und wies einen Pro-Forma-Verlust von 16 Cents je Aktie aus. Für das nächste Quartal erwartet das Unternehmen gegenüber dem Vorjahr nur einen geringen Umsatzanstieg, wird es also erneut nicht schaffen, schwarze Zahlen zu schreiben. Die Aktie von Amazon.com gehört vorbörslich zu den größten Verlierern. Bei hohem Volumen gibt das Papier 15,7 Prozent nach.

Photoriese Eastman Kodak hat den Konsens der Wall Street weit verfehlt und kündigt zudem am Morgen Entlassungen an. Aufgrund einer stark gesunkenen Nachfrage nach Filmen und anderen Photo-Produkten weist das Unternehmen einen Quartalsgewinn von nur noch 33 Cents pro Papier aus, die Analysten hatten mit einem Anteilsplus von 52 Cents gerechnet. Eastman Kodak verliert im vorbörslichen Handel 3,4 Prozent.

AT & T verliert vor der Glocke

Auch Telefonriese AT & T verliert vor der Glocke. Um 2,5 Prozent bricht der Kurs ein, nachdem das Unternehmen einen dramatischen Gewinneinbruch bekannt gegeben hat. Der Gewinn pro Aktie betrug nach Angaben vom Dienstagabend noch vier Cents pro Aktie, im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte man noch ein Plus von 38 Cents pro Anteil ausweisen können. Um satte acht Prozent legt vorbörslich hingegen Nextel zu. Der Mobilfunkanbieter weist für Q3 einen Verlust von 46 Cents aus und steht damit doch zwei Cents besser da, als Analysten erwartet hatten.

Größter Gewinner ist vorbörslich der Biotechwert Vysis. Das Unternehmen wird für 355 Millionen Dollar vom Branchenriesen Abbott Labaratories übernommen. Die Aktie legt am frühen Morgen 31 Prozent zu.

Schlechte Nachrichten aus dem Airline-Sektor

Vorbörslich nicht gehandelt wurde das Papier von Sears Roebuck. Der viertgrößte Einzelhändler der USA weist für das dritte Quartal einen Anteilsgewinn von 80 Cents aus und schlägt damit die Erwartungen um einen Penny. Das Unternehmen könnte mit dieser Erfolgsmeldung den Handelssektor zur Wochenmitte stützen, zumal schon der Elektronikhändler Radio Shack am Vortag die Erwartunten des Marktes übertroffen hatte. Die Aussichten für das nun laufende vierte Quartal sieht Sears Roebuck allerdings nicht allzu rosig; Das Unternehmen hat angekündigt, 5000 Stellen zu streichen.

Ganz schlechte Nachrichten kommen am Morgen aus dem Airline-Sektor. American Air, die Holding der American Airlines weist einen Rekordverlust aus und hat sogar die stark revidierten Erwartungen der Analysten verfehlt. Das Papier dürfte zur Wochenmitte die ohnehin gebeutelte Branche der Carrier zusätzlich belasten.

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