AT&T hat 5 Mill. Aktionäre
Analysten zweifeln am Erfolg von Comcast

Während das Angebot des Kabelnetzbetreibers Comcast Corp, Philadelphia, zur Übernahme der Breitbandsparte von AT&T Corp, New York, an der Wall Street attraktiv genannt wird, haben Analysten Zweifel, dass Comcast tatsächlich zum Zuge kommen wird. Zwar könnte ein Votum der AT&T-Aktionäre gegen einen Tracking Stock für AT&T Broadband den US-Telekommunikationskonzern tatsächlich dazu bringen, auf das Angebot einzugehen, heißt es. Doch ob es zu einer solchen Entscheidung kommt, sei fraglich. Analyst Floyd Greenwood von Prudential Securities hält es beispielsweise für denkbar, dass AT&T auf Zeit spielt und das Aktionärsvotum auf unbestimmte Zeit verschiebt.

vwd NEW YORK. Einen Termin dafür gebe es bisher nicht, und deshalb könnte AT&T abwarten, bis sich die Meinung zum Comcast-Angebot etwa zu ihren Gunsten wendet, argumentiert Greenwood. Bei Salomon Smith Barney verweist man zudem darauf, dass von den fünf Millionen Aktionären der AT&T immerhin mehr als die Hälfte Kleinanleger sind. Deshalb werde es schwierig für institutionelle Investoren, ausreichend Druck auf die Konzernführung um C. Michael Armstrong auszuüben. Comcast sei infolgedessen gezwungen, möglichst viel Öffentlichkeit für die von ihr gewollte Transaktion herzustellen, heißt es.

Nach Einschätzung von Prof Nicholas Economides von der Stern School of Business der Universität von New York macht es gerade die große Zahl der AT&T-Anteilseigner für Comcast schwer, deren Mehrheit gegen die Emission eines Tracking Stocks für AT&T Broadband zu mobilisieren. Comcast müsste einen Aufschlag von 30 bis 40 % anbieten, um eine Ablehnung des Vorhabens der AT&T-Führung zu erreichen. Damit Letztere nicht ihr Gesicht verliert und zustimmt, müsste Comcast nach Ansicht des Analysten Drake Johnstone von Davenport & Co ein Angebot abgeben, dass die Breitbandsparte von AT&T mit 75 Mrd. bis 80 Mrd $ bewertet.

Von AT&T war bisher keine Stellungnahme zu der Frage zu erhalten, wie das Comcast-Angebot beschaffen sein müsste, damit der Konzern einwilligt. Sollte Comcast noch vor der möglichen Abspaltung von AT&T Broadband an der Option einer feindlichen Übernahme festhalten, müsste der Kabelnetzbetreiber aus Philadelphia für den gesamten AT&T-Konzern bieten.

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