Auch 2003 soll Rekordjahr werden
Porsche übertrifft Erwartungen der größten Optimisten

Der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche baut seine Stellung als profitabelster Automobilhersteller der Welt weiter aus. Im Geschäftsjahr 2001/2002, das am 31. Juli zu Ende ging, steigerte der Konzern den Gewinn vor Steuern um 40 % auf 828,9 Mill. Euro.

HB/ajo STUTTGART. Der Jahresüberschuss stieg sogar um 70 % auf 462 Mill. Euro. Der Grund: Die Dr. Ing. hc. F. Porsche AG profitierte erstmals von der Steuerreform. Und die Rekordfahrt soll auch im laufenden Jahr weitergehen: "Wir sind ausgesprochen zuversichtlich", heißt es aus dem Konzern.

Der Sportwagenhersteller übertraf mit den Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr die bereits positiven Erwartungen der Analysten bei weitem. "Es sind unglaublich gute Zahlen", kommentierte Georg Stürzer, Autoanalyst bei der Hypo-Vereinsbank. Die Porsche-Aktie reagierte mit einem Sprung von rund 15 % auf 447 Euro.

Von den Rekordzahlen dürften auch die Aktionäre kräftig profitieren. Analysten erwarten jetzt, dass Porsche die Dividende im Vergleich zum Vorjahr etwa um die Hälfte anhebt. Der Aufsichtsrat wird den Dividendenvorschlag in seiner Sitzung am 25. Oktober beschließen.

Porsche wollte sich zu dem Thema noch nicht äußern. Im vergangenen Jahr erhielten die Vorzugsaktionäre eine Dividende von 2,60 Euro pro Anteilsschein. Bei Porsche sind nur die Vorzugsaktien börsennotiert, die Stammaktien liegen bei den Familien Porsche und Piëch.

Mit den Rekordzahlen setzt sich Porsche in puncto Profitabilität noch weiter von der Konkurrenz ab. Die Vorsteuerrendite liegt jetzt bei 17 % - nach stolzen 13 % im Vorjahr.

Hauptgrund für den Ergebnisrekord sind die hervorragenden Absatzzahlen bei der teuren 911er Reihe. Dagegen sind die Verkaufszahlen beim inzwischen in die Jahre gekommenen Einsteigermodell "Boxster" zurückgegangen. Im Vergleich zum Ergebnis stieg der Konzernumsatz nur moderat um 9,4 % auf 4,86 Mrd. Euro. Insgesamt verkaufte Porsche sogar nur 54 200 Fahrzeuge - das sind 0,6 % weniger als im Vorjahr.

Der veränderte Modellmix führte dennoch zu der Steigerung von Umsatz und Ergebnis. "Mit einem derart starken Effekt haben wir nicht gerechnet", zeigte sich Michael Raab, Analyst bei der Investmentbank Sal. Oppenheim überrascht.

Porsche erntet nun die Früchte der Gleichteilestrategie, die Vorstandschef Wendelin Wiedeking in den 90er Jahren eingeführt hat. Viele Komponenten des Traditionsmodells 911er werden auch beim Einsteigermodell Boxster eingebaut. Neben dem besseren Modellmix wirkten sich auf die Gewinne auch Währungsabsicherungsgeschäfte günstig aus.

Auch im laufenden Geschäftsjahr sind die Chancen gut, dass Porsche seine Rekordfahrt ungebremst fortsetzt. Am 7. Dezember kommt das neue Luxus-Geländefahrzeug "Cayenne" auf den Markt. Jährlich sollen davon mindestens 25 000 Stück gebaut werden, was Porsche auf ein ganz neues Umsatzniveau heben wird.

Zudem rechnen die Analysten mit lukrativen Gewinnmargen. So sei auch die Nachfrage nach dem 911er und dem aufgefrischten Boxster weiter positiv, heißt es bei dem Stuttgarter Unternehmen .

Quelle: Handelsblatt

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