Auch 2005 nur wenig Besserung erwartet
Baubranche bleibt pessimistisch

Die deutsche Baubranche rechnet auch im kommenden Jahr nicht mit einem spürbaren Aufwind. Bereits das Geschäftsjahr 2004 war schwach. Und nach Verbands-Schätzung erwartet das Bau- und Ausbauhandwerk 2005 erneut niedrigere Umsätze, weniger Investitionen und einen weiteren Stellenabbau.

HB BERLIN. Der Dachverband BVB des mittelständischen Baugewerbes erklärte Anfang Dezember in Berlin, die Umsätze würden im kommenden Jahr um 0,5 bis ein Prozent sinken nach einem Rückgang von bis zu drei Prozent im laufenden Jahr. Die Bauinvestitionen gingen nur noch um rund 0,8 % zurück nach einem geschätzten Minus von knapp zwei Prozent 2004. Bei der Beschäftigung sei in diesem Jahr ein Verlust von zwei bis drei Prozent der Arbeitsplätze zu erwarten und im kommenden Jahr ein Rückgang von zwei Prozent.

"Die Bauwirtschaft bleibt damit weiter von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt", sagte der Präsident der Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB), Heinz-Werner Bonjean: "Die betriebswirtschaftliche Situation wird für die Mehrzahl der Betriebe unverändert bleiben."

In dem Dachverband BVB sind rund ein Dutzend mittelständischer Verbände des deutschen Bau- und Ausbauhandwerks zusammengeschlossen. Die etwa 300 000 Betriebe zählen rund 2,3 Mill. Beschäftigte. Die deutsche Bauwirtschaft steckt seit Ende des Wiedervereinigungsbooms Mitte der 90er Jahre in der Krise und sieht derzeit keine Wende zum Besseren. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB), ein Mitglied des BVB, hatte Anfang Oktober die Hoffnung geäußert, dass das Bauhauptgewerbe 2005 die Talsohle erreicht. Auch der Verband der Bauindustrie (HDB) hatte zuletzt einen weiteren Umsatzrückgang für das kommende Jahr angekündigt.

Für die anhaltend trüben Aussichten machte Bonjean unter anderem knappe Kassen der Kommunen verantwortlich. Deshalb seien vom öffentlichen Bau keine Impulse zu erwarten. Der Dachverband hofft jedoch auf eine leichte Besserung der zuletzt schlechten Geschäfte. "Für das kommende Jahr sind wir vergleichsweise zuversichtlich und erwarten ein weiteres Abflachen der Entwicklung nahe Null", sagte Bonjean.

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