Auch ABS-Systeme im Angebot
Conti: Reifendruckkontrolle verheißt Geschäft

Der Reifenhersteller und Autozulieferer Continental erwartet in Folge einer neuen US-Verordnung für Reifendrucküberwachung zusätzliche Serienaufträge.

Reuters HANNOVER. Die US-Behörde NHTSA hatte vorigen Donnerstag entschieden, dass vom 1. November 2003 an die Neuwagen in den USA mit Systemen zur permanenten Reifendruckkontrolle ausgestattet sein müssen.

Hintergrund der Entscheidung ist eine spektakuläre Unfallserie, die vor allem auf schadhafte Reifen zurückgeführt wurde. Zunächst sollen nun drei Jahre lang bis Oktober 2005 zwei Messsysteme für den Reifendruck zugelassen sein, die jeweils per Kontrollleuchte einen Druckverlust melden: ein preiswertes indirektes Messsystem, das in Verbindung mit dem ABS anhand der Umdrehungsgeschwindigung der Reifen einen Druckverlust registriert, sowie ein etwas aufwendigeres direktes System, das mit Hilfe von Sensoren den Reifendruck direkt misst.

"Wir sind bei der Reifendrucküberwachung bei beiden zugelassenen Systemen weltweit technologisch führend und sehen uns in einer herausragenden Position", sagte der stellvertretende Conti-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Ziebart am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Im Gegensatz zu anderen Autozulieferern habe die Conti-Tochter Teves beide Systeme entwickelt, sagte Ziebart. "Wir gehen davon aus, dass der Großteil der Hersteller sich für das indirekte Messsystem entscheiden wird. Aber wir verhandeln auch über das direkte System", sagte Ziebart.

Die NHTSA habe das indirekte Conti-System kürzlich als das derzeit bestes auf dem Markt bewertet. Die Erweiterung des ABS und der dazugehörigen Software um die Reifendruckkontrolle sei relativ einfach. "Doch damit würden wir zusätzlich ABS verkaufen", sagte Ziebart. Bisher hätten 30 Prozent der jährlich rund 17 Millionen zugelassenen Neuwagen in den USA kein Anti-Blockier-System. Das indirekte Conti-Messsystem werde seit September beim Autohersteller BMW in einem Modell bereits in Serie gebaut. Mit zwei weiteren großen Autoherstellern seien Serienprojekte geplant, sagte Ziebart.

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