Auch andere Großstädte weltweit in Alarmbereitschaft
Sicherheitsvorkehrungen in den gesamten USA verstärkt

Wenige Stunden nach den Angriffen auf Afghanistan haben die amerikanischen Behörden die Sicherheitsvorkehrungen im ganzen Land noch einmal verstärkt. Zusätzliche Patrouillen wurden auf Flughäfen, in Sportstadien und Regierungsgebäude entsandt.

ap/afp NEW YORK. In New York sagte Bürgermeister Rudolph Giuliani, es seien weitere Kontrollpunkte errichtet worden. Brücken, Tunnel und öffentliche Plätze würden erst geschlossen, wenn es konkrete Drohungen gebe. Die für den (heutigen) Montag geplante Parade zum Kolumbus-Tag werde stattfinden, sagte Giuliani. "Wir müssen unser normales Leben fortsetzen", erklärte er, räumte jedoch ein, dass bewaffnete Sicherheitskräfte und Mitglieder der Nationalgarde bestimmte Gegenden kontrollieren sollten.

Der US-Staat Missouri schloss kurz nach den Angriffen das Kapitol für Besucher. Die Flughäfen in Chicago, Detroit, Kansas City und Florida wurden verstärkt kontrolliert. In Kansas City erklärte eine Flughafensprecherin, alle Fahrzeuge würden vor der Einfahrt in die Tiefgarage durchsucht. Der Gouverneur von Maryland, Parris Glendenning, entsandte zusätzliche Sicherheitskräfte zu einem Football-Spiel am Sonntag. Die US-Außenministerium warnte alle Amerikaner vor möglichen Aggressionen. Es bestehe die Möglichkeit "starker antiamerikanischer Gefühle und Vergeltungshandlungen gegen US-Bürger in der ganzen Welt".

In Moskau kündigten die russischen Behörden verstärkte Kontrollen auf Bahnhöfen, in der U-Bahn und auf Flughäfen an. Auch im Umfeld russischer Kraftwerke wurden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Der Schutz von US- und britischen Botschaften sowie der diplomatischen Vertretungen anderer NATO-Mitgliedsstaaten wurde ebenfalls hochgefahren. In London kündigte Scotland Yard ein verstärktes Polizeiaufgebot in «potenziell angreifbaren Gebieten» an. "Deutlich sichtbare" Patrouillen seien unterwegs. Ein Sprecher rief die Bevölkerung auf, trotz der "schwierigen Zeiten" das alltägliche Leben wie gewohnt fortzusetzen. Großbritannien ist an den Angriffen auf Afghanistan maßgeblich beteiligt und könnte daher auch ein potenzielles Ziel von Racheakten sein.

Auch die Türkei, einziger moslemischer NATO-Mitgliedsstaat, verstärkte ihre Sicherheitsvorkehrungen. Vor allem vor Botschaften der NATO-Länder und auf der Militärbasis Incirlik im Süden des Landes wurden die Kontrollen verschärft. Die Luftwaffenbasis wird vom US- und vom britischen Militär seit dem Golfkrieg 1991 für Überwachungsflüge über Irak genutzt.

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