Auch andere Quellen denkbar
Briten drohen mit Ausstieg beim Airbus A400M

Der britische Verteidigungsausschuss hat das britische Verteidigungsministerium aufgefordert, seine Bereitschaft zum Rückzug aus den Airbus-A400M - und "Meteor"-Rüstungsprojekten deutlich zu machen.

Reuters LONDON. Der parteiübergreifende Ausschuss des Parlaments erklärte am Mittwoch, das Ministerium müsse die anderen beteiligten Staaten warnen, dass Großbritannien seine Rüstungsgüter auch aus anderen Quellen beziehen könne. "Wenn der A400M weiter kämpfen muss, wird es darauf ankommen zu wissen, wann es besser ist, mit jemand anders Geschäfte zu machen", hieß es. Die Aufforderung galt als Anspielung auf den Streit um die Projekte in Deutschland.

Der Militärtransporter Airbus A400M und das Eurofighter-Waffensystem "Meteor" sind europäische Gemeinschaftsprojekte mit Milliardenumfängen. Besonders der A400M ist Gegenstand eines monatelangen Streits zwischen der Regierungskoalition und der Opposition in Deutschland sowie den europäischen Projektpartnern. Anfang Juli hatte ein Manager des britischen Rüstungskonzerns BAE Systems erklärt, Deutschland habe bei den beiden Projekten als Entwicklungspartner wie auch Kunde eine entscheidende Bedeutung. Zudem sei der deutsche Umgang mit beiden Projekten auch ein Test für zukünftige multilaterale Vorhaben mit deutscher Beteiligung.

In deutschen Regierungskreisen hieß es Anfang Juli, zum Airbus solle im September eine Sondersitzung des Haushaltsausschusses stattfinden. Ein Hauptstreitpunkt sind die Kosten für den Etat des Verteidigungsministeriums.

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