Auch Arbeitspartei wählt
Rechtsruck in Scharons Likud vor Wahlen

Wenige Wochen vor der vorgezogenen Parlamentswahl in Israel am 28. Januar hat die Likud-Partei von Ministerpräsident Ariel Scharon einen deutlichen Rechtsruck vollzogen.

HB/dpa TEL AVIV. Bei der Nominierung der Kandidaten für ein Abgeordnetenmandat landeten die Anhänger des rechtsgerichteten früheren Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu am Montagmorgen auf den aussichtsreichsten Listenplätzen. Mehrere prominente Anhänger Scharons mussten dagegen Niederlagen einstecken oder wurden von den knapp 3 000 Delegierten des Likud - Parteitags auf hintere Listenplätze verbannt.

Die Mitglieder der oppositionellen Arbeitspartei wählen an diesem Montag ebenfalls ihre Kandidaten für die Knesset.

Hinter Scharon und Netanjahu, die bei der Urwahl für den Parteivorsitz im November auf Platz eins und zwei gewählt wurden, kam der als ultra-rechts eingeschätzte Umweltminister Zachi Hangbi auf den dritten Listenplatz, gefolgt von weiteren rechtsgerichteten Politikern wie Finanzminister Silwan Schalom und Erziehungsministerin Limor Liwnat.

Der neue Verteidigungsminister Schaul Mofas, ein politischer Zögling Scharons, landete dagegen nur auf Platz zwölf, abgeschlagen hinter einer Reihe weitgehend namenloser ultrarechter Abgeordneter.

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