Auch Atomwaffen im Arsenal
Pakistan will sich bei Angriff mit allen Mitteln verteidigen

Das über Atomwaffen verfügende Pakistan will sich nach den Worten seines Außenministers Abdul Sattar im Falle eines Angriffs mit allen Mitteln verteidigen. "Pakistan wird nicht untätig zusehen, sondern mit all seinen Ressourcen auf einen Angriff oder Einmarsch reagieren", sagte Sattar am Donnerstag dem in Katar ansässigen Fernsehsender Gulf Arab el Dschaseera.

Reuters DUBAI. Er nannte keinen Namen eines möglichen Angreifers. Es sei nicht notwendig, einen aktuellen Feind zu benennen. Doch diejenigen, die Pakistan in der Vergangenheit gedroht hätten, wüssten dies sehr genau. Kein Staat solle die derzeitige Krise nach den Anschlägen in den USA nutzen, um Pakistan zu schaden.

Kurz nach den Anschlägen in den USA vom 11. September hatte die radikal-islamische Taliban-Regierung Afghanistans dem Nachbarland Pakistan indirekt mit einem Angriff gedroht, indem sie alle Staaten davor warnte, den USA bei einem Angriff gegen Afghanistan zu helfen. Die pakistanische Militärregierung hatte den USA zuvor Unterstützung bei ihrem angekündigten Kampf gegen den Terrorismus zugesagt. Die USA halten den Islamisten Osama bin Laden für den Hauptverdächtigten für die Anschläge und vermuten ihn in Afghanistan.

Sattar verwies zudem auf frühere Ansprachen des pakistanischen Präsidenten General Pervez Musharraf, bei denen dieser den benachbarten Erzfeind Indien deutlich davor gewarnt hatte, die aktuelle weltpolitische Situation für seine eigenen Interessen auszunutzen. Indien, das ebenfalls über Atomwaffen verfügt, und Pakistan liefern sich seit Jahrzehnten heftige Kämpfe um die Grenzregion Kaschmir. Die Regierung in Neu-Delhi wirft Pakistan vor, dort den Terrorismus zu unterstützen.

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