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Auch Autoindustrie senkt Absatzziel für Inland

dpa FRANKFURT/MAIN. Auch die deutsche Automobilindustrie muss ihre Absatzziel für den Inlandsmarkt zurücknehmen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) war bislang davon ausgegangen, dass 2001 in Deutschland einschließlich der Importmarken rund 3,5 Mill. Pkw/Kombi zu verkaufen sind. Der neue Opel-Chef Carl-Peter Forster, der am Mittwoch in den Vorstand des VDA gewählt worden war, rechnet für das laufende Jahr nur noch mit 3,2 bis 3,3 Mill. Neuzulassungen. Angesichts des derzeit schrumpfenden Inlandsmarktes sei der "Preisverfall dramatisch", sagte Forster am Donnerstag in Rüsselsheim.

Der VDA wollte zu der reduzierten Prognose für das Inlandsgeschäft keine Stellungnahme abgeben. Auf einer Pressekonferenz am 12. Juli in Frankfurt werde VDA-Präsident Bernd Gottschalk über die aktuelle Lage der Automobilindustrie berichten.

Die deutschen Hersteller hoffen derzeit immer noch, im Automobiljahr 2001 mit einem blauen Auge davonkommen zu können. Bislang konnte das schwache Inlandsgeschäft mit gestiegenen Exporten mehr als ausgeglichen werden. Im Mai waren sogar 11 % mehr Aufträge von der ausländischen Kundschaft hereingekommen als vor einem Jahr. Auch im Inland war noch eine leichte Steigerung des Absatzes möglich, da die rückläufige Nachfrage vor allem die Importmarken traf. Während die deutschen Automobilunternehmen ihren Marktanteil in den ersten fünf Monaten um 4 %punkte auf 72 % ausbauen konnten, fiel der Absatz der ausländischen Marken um 13 % zurück.

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