Auch bei anderen Rennen unerwünscht
Doping-Vorwürfe kosten Kelme Tour-Startplatz

Eigentlich sollte der traditionsreiche spanische Rennstall Kelme für die diesjährige Tour de France eine Wildcard erhalten. Doch die Sache ist den Veranstaltern nach den Enthüllungen des Ex-Radprofis Jesús Manzano zu heiß. Kelme erhält nach den Doping-Vorwürfen keinen Startplatz. Dies teilten die Organisatoren der Tour am Freitag mit.

HB PARIS. "Der Zweifel, der über dieser Angelegenheit schwebt, lässt die bisher beabsichtigte Anwesenheit der Mannschaft bei der Tour de France nicht länger zu", hieß es einer Mitteilung, die über den Internationalen Radsport-Verband (UCI) verbreitet wurde.

Tour-Direktor Jean-Marie Leblanc wollte dem international zweitklassigen Kelme-Rennstall mit einer Wildcard den Start als 22. Team bei der Frankreich-Rundfahrt ermöglichen. Stattdessen sollen am 3. Juli in Lüttich nun nur 21 Mannschaften mit je neun Fahrern das Rennen aufnehmen. Leblanc hatte zugleich mit Vorsicht auf Manzanos Vorwürfe reagiert. Der einstige Kelme-Profi hatte erklärt, bei der vergangenen Tour de France und anderen Rennen habe es Eigenblut-Transfusionen und Medikamenten-Missbrauch im großen Stil gegeben.

Auch bei den übrigen von den Tour-Veranstaltern organisierten Rennen sind Kelme-Fahrer derzeit unerwünscht. Dazu gehören am kommenden Wochenende das prominent besetzte Critérium International und der Klassiker Paris-Roubaix.

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