Auch "Ben Wisch" tritt aus
SPD-Mitglieder verlassen Deutsch-Arabische Gesellschaft

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Christoph Moosbauer ist wegen der Antisemitismus-Debatte als Vize-Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft (DAG) zurückgetreten. Moosbauer begründete den Schritt am Donnerstag in Berlin mit dem Verhalten des DAG-Präsidenten und FDP-Bundesvize Jürgen Möllemann.

dpa BERLIN. Bei Möllemann fehle die Trennschärfe zwischen berechtigter Kritik an der israelischen Regierung und dem Spielen mit antisemitischen Ressentiments. Moosbauer gab gleichzeitig seinen Austritt aus der DAG bekannt.

Mit Moosbauer beenden nach dessen Angaben auch der frühere Entwicklungshilfeminister und Nahost-Experte Hans-Jürgen Wischnewski sowie der Staatsminister im Außenamt, Christoph Zöpel (beide SPD), ihre Mitgliedschaft in der DAG. Die SPD-Fraktion werde künftig keine Vertreter mehr in den DAG-Vorstand entsenden, sagte Moosbauer. Er betonte, die Satzung und Ziele der Gesellschaft seien "exzellent". Die DAG sei aber heute eine Organisation, "die ihre Gemeinsamkeit vor allem daraus zieht, auf Israel und auf die USA einzudreschen".

Mit dem Rücktritt Moosbauers findet eine längere Auseinandersetzung zwischen dem SPD-Politiker und Möllemann ihr vorläufiges Ende. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung war Moosbauer Ende April auf Antrag Möllemanns zum Rücktritt aufgefordert worden. Er bringe sich nicht in die Gesellschaft ein und sei ihm außerdem mit öffentlichen Äußerungen in den Rücken gefallen, hatte Möllemann seinen Antrag begründet.

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