Auch Bestechungsskandal konnte nicht verschrecken
Salt Lake City mit Sponsorenrekord

Die nach Rekorden gierenden US-Amerikaner können schon vor der Eröffnung der Olympischen Winterspiele am 8. Februar in Salt Lake City eine erste Bestmarke feiern. Die nationalen Sponsoren haben 859 Mill. $ an Geld, Waren und Dienstleistungen an das Organisationskomitee von Salt Lake City gezahlt und sind so einer der wichtigsten Haushaltstitel im Budget der Winterspiele.

HB DÜSSELDORF. In dieser Summe sind nicht die Zahlungen der elf Top-Sponsoren des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) von jeweils 50 bis 60 Mill. $ pro Olympiade enthalten.

Sondern es geht um die Unternehmen wie beispielsweise Delta Airlines und 20 weitere, die 20 Mill. $ an das Organisationskomitee zahlen. Dazu kommen einige weitere Dutzend Firmen, die drei bis 10 Mill. $ geben. Zum Vergleich: Bei den Sommerspielen 1996 in Atlanta waren es noch insgesamt 480 Mill. $, bei den ersten im großen Stil kommerzialisierten Spielen 1984 in Los Angeles sammelten die nationalen Macher gerade einmal 140 Mill. $.

Bei den Sommerspielen 84 in Kalifornien hatte das Geldeinsammeln begonnen, der mittlerweile legendäre Organisator Peter Überroth hatte mit diesen Einnahmen auch einen Teil der Sportstätten finanziert. Und in Zeiten, in denen Regierungen keine neue Stadien bauen wollen oder können, ist diese Art der Finanzierung immer wichtiger geworden.

Auch der Bestechungsskandal von Salt Lake City konnte die Sponsoren nicht abschrecken. "Es hat mich zwar zum Nachdenken gebracht, aber ich zufrieden, weil das IOC die richtigen Entscheidungen zur Skandalbewältigung getroffen har", erklärt Bruce Nelson, der Vorstandsvorsitzende der Büroartikel-Kette Office Depot. Und der Sport-und Event-Marketingmanager der Bank of America, M. Dockery Clark meint: "Olympia reduziert sich immer auf die Hoffnungen, Träume und Sehnsüchte der Sportler."

So wie die Dollars bei den Sponsoren und Werbekunden fließen, scheint diese Einstellung diese Theorie zu bestätigen. Denn auch das übertragende TV-Network NBC ist mit dem Verkauf der Werbespots zufrieden. Die angestrebten Einnahmen in Höhe von 720 Mill. $ aus der Werbung sind nach Senderangabe schon erreicht. Dabei muss jeder Kunde etwa 600 000 $ für einen 30-sekundenlangen Spot während der 375,5 Stunden Übertragung zahlen. Der US-amerikanische Rechteinhaber hat 545,5 Mill. $ an das Internationale Olympische Komitee (IOC) gezahlt.

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