Auch Betriebsstilllegungen bei LSG Sky Chefs geplant
Lufthansa-Tochter schickt US-Mitarbeiter in Zwangsurlaub

Die Lufthansa-Tochter LSG Sky Chefs schickt rund 4800 Mitarbeiter in den USA in unbezahlten Zwangsurlaub. Der Schritt sei ein "unmittelbares Resultat der dramatischen Veränderungen, mit denen die Airline-Industrie seit den Terroranschlägen vom 11. September konfrontiert ist", erklärte der weltgrößte Anbieter von Bordmahlzeiten für Flugzeuge am Donnerstag im rheinland-pfälzischen Kriftel.

afp KRIFTEL. LSG Sky Chefs plant demnach auch Stilllegungen und Zusammenlegungen unter den 60 US-Betrieben des Unternehmens, um Kosten zu sparen. Wie die Fluggesellschaften wende sich auch die Catering-Branche in den Vereinigten Staaten an den US-Kongress, "um finanzielle Unterstützung zu erbitten", kündigte Firmenchef Hanns Rech an.

Die gesamte Luftfahrtbranche vor allem in den USA ist nach den Anschlägen in eine schwere Krise geraten. Fluggesellschaften in den USA und Kanada strichen bereits rund 100 000 Stellen, auch im nordamerikanischen Flugzeugbau fallen Zehntausende Jobs weg. Um angesichts der rapide gesunkenen Nachfrage und der gestiegenen Sicherheitskosten Geld zu sparen, lassen zahlreiche Airlines auf kürzeren Flügen keine Bordmahlzeiten mehr servieren. Entsprechende Schritte kündigte unter anderem der wichtigste Kunde von LSG Sky Chefs in den USA, American Airlines, an.

Bei LSG Sky Chefs müssen sich nach Angaben Rechs nun bis zu 30 Prozent der 16 300 US-Beschäftigten in unbezahlten Urlaub gehen. Darüber würden die betroffenen Führungskräfte und Verwaltungsmitarbeiter sowie die Belegschaft in vielen Betrieben in den USA informiert. Sie melden sich demnach nicht zur Arbeit und erhalten kein Gehalt, sind aber weiter über das Unternehmen krankenversichert und können Arbeitslosenunterstützung bekommen. "Unser Ziel ist es, so viele Mitarbeiter wie möglich in unsere amerikanischen Betriebe zurückholen, sobald sich die Situation verbessert hat", betonte der Vorstandschef.

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