Auch Bond-Notierung unter Druck
Ericsson-Aktie leidet unter Vertragsklausel

Eine bisher unbekannte Klausel in der Bankengarantie zur geplanten Bezugsrechteemission bei der Telefon AB LM Ericsson, Stockholm, ist nach Ansicht von Marktbeobachtern sowohl dem Kurs der Ericsson-Aktie als auch den Notierungen der Bonds des schwedischen Telekomausrüsters zum Verhängnis geworden.

vwd STOCKHOLM. Am Morgen waren die Kurse bereits durch das Gerücht unter Druck geraten, die Ratingagentur Moody's werde das Langfristrating in den spekulativen Bereich senken. Als dies schließlich geschah, brach die Aktiennotierung bis zu 24 Prozent ein, und Bonds mit Laufzeit bis 2006 ermäßigten sich bis auf 62-65 von zuvor 72-75 Prozent des Nennwerts.

Schwedische Zeitungen berichteten ferner, die Bankengarantie zur vollständigen Übernahme einer Emission von acht Mrd. Aktien im Wert von 30 Mrd. schwedischen Kronen (SEK) verfalle, wenn die Ratingagenturen ihre Bonitätseinstufung für das Unternehmen weit genug senken. Diese Vereinbarung wurde erst im Tagesverlauf durch Ericsson eingestanden. Allerdings blieb das Moody's-Rating noch drei Stufen von einem Verfall dieser Bankengarantie entfernt.

"Es ist nicht das Rating selbst, sondern die Tatsache, dass diese Vereinbarung nicht bekannt war", erklärte ein Stockholmer Analyst den Kursverfall bei Ericsson. Der Markt sei in dem Glauben gelassen worden, Ericsson habe für die Kapitalerhöhung eine sehr preiswerte Garantie von den Banken erhalten, die in jedem Falle gelte. Jetzt gehe die Angst um, dass es noch weitere Einschränkungen bei der Kapitalbeschaffung geben könne.

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