Auch Brokerage-Service geplant
Sparkassen starten zentrales Finanzportal

Die Sparkassen-Finanzgruppe will ihren Internetauftritt vom Informationsdienst zum Finanzportal ausbauen. Für die Entwicklung und den Betrieb des Projekts ist die neu gegründete Sparkassen GmbH-Finanzportal verantwortlich. Für Geschäftsabschlüsse sollen die Kunden dem jeweils zuständigen regionalen Partner der Finanzgruppe zugeführt werden.

HB DÜSSELDORF. Das Angebot richte sich schwerpunktmäßig an Privatkunden und solle vor allem Nachrichten und Dienstleistungen rund um das Thema Finanzen enthalten, sagte Kommunikationschef Christian Achilles im Gespräch mit Handelsblatt.com. Geplant seien unter anderem aber auch Wetternachrichten oder Reiseangebote. Für die unterschiedlichen Inhalte stünden eine Reihe von Partner zur Verfügung, zu denen die Gesellschaft derzeit allerdings noch keine Angaben machen wolle.

Das Portal wird von Januar an zunächst für die Mitarbeiter der Sparkassen als Testlauf freigestellt. Im zweiten Quartal 2001 folgt nach Unternehmensangaben dann der offizielle Startschuss. Zur Jahresmitte will das Portal auch einen sogenannten B2B-Park einrichten. Hier sollen sich kleinere und mittlere Unternehmen präsentieren und Angebote austauschen. Die Sparkasse führt diese Angebote zusammen, leistet Bonitätsprüfungen und sichert den Zahlungsverkehr.

Sparkassen wollen im Markt der Online-Broker wildern



Einen weiteren Neustart soll es zum dritten Quartal 2001 mit einem zentralen Online-Brokerage geben. Während die anderen Dienste in erster Linie darauf zielen, den Kundenbestand zu sichern, haben die Institute hier das Neugeschäft im Visier.

Nach Auskunft von Achilles ist das Finanzportal Teil der vor einigen Wochen vorgestellten Multikanal-Strategie. Die Kunden sollen über sämtliche Vertriebskanäle einen Zugriff auf Sparkassen-Leistungen haben.

Derzeit hat die Finanzgruppe nach Angaben von Achilles 50 Mill. Kunden, was einem Marktanteil von 37 % entspreche. Die Sparkassen hätten im vergangenen Jahr 2, 1 Mill. Online-Kunden mit 3,2 Mill. Online-Konten gehabt. Das seien 40 % des Marktes.
Derzeit wollten immer noch 20 % der Kunden im Gesamtmarkt stationär bedient werden, erklärt Achilles. 60 % bevorzugten das Multikanal-Angebot der verschiedenen Institute. Und weitere 20 % seien reine Online-User, die das Internet vor allem für den Wertpapierhandel nutzten. Hier habe der Sparkassen-Verbund einen Marktanteil von rund 20 %, der dann aber-mit Hilfe des angekündigten Brokerage-Dienstes- auf 37 % erhöht werden solle.

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