Auch der Neue Markt soll fester starten
Dax nach positiven US-Vorgaben freundlicher erwartet

Die deutschen Standardwerte werden nach Einschätzung von Händlern am Dienstag fester in den Handel starten. "Die Vorgaben aus den USA waren ganz gut, von daher wird es auch bei uns leicht besser los gehen", sagte ein Frankfurter Händler.

rtr FRANKFURT. Im Fokus könnten erneut die Titel der Deutschen Telekom sowie die Daimler-Chrysler - Papiere stehen. "Man konzentriert sich wahrscheinlich heute wieder auf die Geschichten, die in den letzten Tagen schon das Marktgeschehen bestimmt haben", sagte der Händler.

Das Düsseldorfer Wertpapierhaus Lang & Schwarz berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) gegen 08.30 Uhr (MEZ) mit 6217 Punkten, nach einem Schluss von 6189 Zählern am Montag. Die Citibank sieht den Dax bei 6206 Punkten. Am Neuen Markt dürften die Indizes nach Angaben von Marktteilnehmern ebenfalls fester in den Handelstag starten. Die New Yorker Aktienmärkte hatten am Montag fester geschlossen. Der Dow-Jones-Index ging mit einem Gewinn von 1,92 % aus dem Handel, die technologielastige Nasdaq schloss um 2,02 % höher. Händler führten die freundliche Tendenz auf sich verfestigende Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung der US-Notenbank Fed zurück.

Die US-Notenbank Federal Reserve bevorzugt es nach den Worten ihres Gouverneurs von Dallas, Robert McTeer, Zinsentscheidungen bei den regulären Treffen des für die Zinspolitik zuständigen Offenmarktausschusses (FOMC) zu fällen. Auf die Frage, ob die Fed bereit sei, die US-Leitzinsen zwischen zwei Sitzungen des FOMC zu senken, antwortete McTeer in einem vorab in schriftlicher Form veröffentlichten Fernseh-Interview: "Wenn der Bedarf offensichtlich und groß ist, gibt es die Wahrscheinlichkeit."

Am Deutschen Aktienmarkt könnten Börsianern zufolge auch die Titel von Adidas-Salomon Interesse auf sich ziehen, nachdem der US-Sportausrüster Nike am Montagabend (MEZ) bekannt gegeben hatte, die Prognosen im dritten Quartal weit zu verfehlen. Des Weiteren könnten die Bankenwerte im Dax vom starken Kursverlust von HSBC Holdings an der Börse in Hongkong in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Bank hatte am Montag Geschäftszahlen für das vergangene Jahr bekannt gegeben, die schlechter ausfielen als von Analysten erwartet, und einen pessimistischen Ausblick auf das laufende Jahr gegeben. Der BMW-Konzern ist nach Angaben von Vorstandschef Joachim Milberg gut in das laufende Jahr gestartet und hat die Auslieferungen der Marke BMW in den ersten beiden Monaten weltweit um rund zehn Prozent gesteigert. Angesichts dieses Absatzerfolgs gehe er davon aus, dass 2001 eine bessere Umsatzrendite als 1997 erreicht werden könne, sagte Milberg im Vorfeld des Genfer Automobilsalons gestern auf einer Veranstaltung von BMW. 1997 hatte die Umsatzrendite bei 4,2 % gelegen. 1999 hatte der Konzern wegen der hohen Rover-Aufwendungen eine Rendite von 3,2 % erzielt.

Der Euro notierte im frühen Handel am Dienstag bei 0,9124 $, nach einem Schluss von 0,9108 $ in New York am Vortag.

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