Auch DG Bank und BHF Bank betroffen
Staatsanwaltschaft durchsucht Banken

Im Zuge der Ermittlungen wegen des Verdachts auf Insiderhandel mit Aktien des Heidelberger Finanzdienstleisters MLP hat die Staatsanwaltschaft Mannheim mit Unterstützung des Bundesaufsichtsamtes für den Wertpapierhandel (BAWe) neben der Deutschen Börse auch drei Banken durchsucht.

HB FRANKFURT. Bei den Instituten handelt es sich nach Informationen des Handelsblatts um die DG Bank, die BHF Bank und die Heidelberger Volksbank.

Sprecher der DG Bank und der BHF-Bank bestätigten gegenüber dem Handelsblatt die Durchsuchungen. Aus Kreisen der Heidelberger Volksbank hieß es, der Verdacht richte sich nicht gegen das Institut selbst, sondern gegen Kunden. Die Durchsuchungen fanden am vergangenen Donnerstag statt, dabei wurden Unterlagen sichergestellt, die jetzt ausgewertet werden.

Die Staatsanwaltschaft verfolgt nach eigenen Angaben eine Strafanzeige gegen unbekannt, bei der es um mutmaßliche Insidergeschäfte mit MLP-Aktien im vergangenen August geht. Damals wurde allgemein erwartet, dass der Finanzdienstleister in den Deutschen Aktienindex (Dax) gewählt wird. Letzlich schaffte MLP den Sprung unter die deutschen Top-30-Werte aber doch nicht. Jetzt wird untersucht, ob es im Vorfeld der Entscheidung zu verbotenen Aktienkäufen oder-verkäufen aufgrund von Insider-Wissen gekommen ist.

Die Deutsche Börse AG wies entschieden Spekulationen über mögliche Aktiengeschäfte von eigenen Mitarbeitern zurück. Sowohl die DG Bank als auch die BHF-Bank sind im Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse vertreten, der maßgeblich an der Entscheidung über die Zusammensetzung der wichtigsten deutschen Marktbarometer beteiligt ist.

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