Auch DGB beklagt Verhalten der Arbeitgeber
DAG für gesetzliche Maßnahmen zum Überstundenabbau

Die DAG und der Deutsche Gewerkschaftsbund beklagten am Freitag, die Wirtschaft habe ihr im Bündnis für Arbeit gegebenes Versprechen, Überstunden massiv zu verringern, bisher nicht eingehalten.

ap BERLIN. Die Deutsche Angestellten-Gewerkschaft hat vorgeschlagen, den Überstundenabbau notfalls durch gesetzliche Zwangsmaßnahmen zu forcieren. Die DAG und der Deutsche Gewerkschaftsbund beklagten am Freitag, die Wirtschaft habe ihr im Bündnis für Arbeit gegebenes Versprechen, Überstunden massiv zu verringern, bisher nicht eingehalten.

"Wenn eine Intervention des Bündnisses für Arbeit nicht die gewünschte Wirkung hat, wird eine Diskussion über eine gesetzliche Eindämmung der Überstunden notwendig", betonte die stellvertretende DAG-Vorsitzende Ursula Konitzer in der "Saarbrücker Zeitung". Dann müsse über eine Änderung des Arbeitszeitgesetzes nachgedacht werden. Die DAG werde bei Vorberatungen der Gewerkschaften für die nächste Bündnis-Runde am 18. Januar darauf dringen, den Überstundenabbau zum Thema zu machen.

DGB-Vizechefin Ursula Engelen-Kefer unterstrich in Berlin, die Gewerkschaften seien sehr verärgert über das Verhalten der Wirtschaft. Die Arbeitnehmerseite habe die im Bündnis getroffene Vereinbarung eingehalten, in langfristige Tarifverträge einzuwilligen. Als Gegenleistung hätten die Arbeitgeber versprochen, den konjunkturbedingten Mehrbedarf an Beschäftigung nicht durch Überstunden abzudecken, sondern mittels neuer Stellen. Die Wirtschaft habe "ihren Part nicht gebracht oder nur sehr mager". Dies entspreche nicht "dem Geist des Bündnisses".



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