Auch die Deutsche Telekom hat gute Aussichten
In Schweden beginnt die UMTS-Auktion

Als letzter europäischer Staat versteigert Schweden am Samstag die Lizenzen für die dritte Mobilfunkgeneration. Als aussichtsreichster Kandidat gilt das Unternehmen Orange Sverige.

vwd STOCKHOLM. Am Samstag versteigert Schweden als letzter europäischer Staat die Lizenzen für die dritte Mobilfunkgeneration. Die Behörde PTS vergibt in einem so genannten Schönheitswettbewerb vier 3G-Lizenzen zwischen zehn Konsortien und Mobilfunkbetreibern. Es wird angenommen, dass die drei bestehenden schwedischen Mobilfunkanbieter Lizenzen erhalten. Ihre Infrastruktur könnte die Entwicklung von 3G-Netzwerken beschleunigen. Um die vierte Lizenz rangeln sieben Bewerber. Am Samstag gegen 11 Uhr MEZ sollen die "Gewinner" der Auktion bekannt gegeben werden. Zwei der 3G-Lizenzen umfassen auch eine GSM-Lizenz.

Alle Bewerber haben eine Gebühr von 100 000 SEK bezahlt. Die Gesellschaften, die eine Lizenz erhalten, müssen 0,15 % ihrer jährlichen 3G-Umsätze an den schwedischen Staat abführen. Spitzenkandidaten dürften zwei Konsortien sein, die Rückendeckung von Orange beziehungsweise der finnischen Sonera Corp haben. Auch der Deutschen Telekom AG, Bonn, werden gute Chancen eingeräumt. Jede Bewerbung wird auf ihren finanziellen Hintergrund, ihre technische und kommerzielle Machbarkeit und auf die Netwerkabdeckung geprüft. Analysten rechnen damit, dass die PTS jene Bewerber bevorzugen wird, die ihre Netzwerke schnell in Stellung bringen können.

Aus diesem Grund dürften die bestehenden Betreibergesellschaften - Telia AB, NetCom AB mit ihrer Mobilfunktochter Tele2 und die mehrheitlich von Vodafone plc kontrollierte Europolitan Holdings AB - einen Vorsprung bei der Auktion haben. Telia etwa verfügt über 6 000 Funkstationen, von denen viele kostensparend für den Aufbau eines 3G-Netzes genutzt werden könnten. Unter den anderen sieben Bewerbern könnte die PTS jenen den Vortritt einräumen, die auf finanzielle und technische Hilfe großer internationaler Betreibergesellschaften verweisen können. Das käme dem Wettbewerb in Schweden zu Gute.



Schwedisches Unternehmen mit guten Chancen auf Erwerb

Orange Sverige gilt unter Branchenkennern als Kandidat mit den besten Aussichten. Unterstützung kommt in ihrem Fall von France Telecom SA, dem Bauunternehmen Skanska AB, NTL Ltd, Bredband Mobile AB und der norwegischen Mediengruppe Schibsted AS. Orange war bei der 3G-Auktion in Norwegen nicht zum Zug gekommen und verspricht eine volle Abdeckung Schwedens bis zum Jahr 2003. Das Konsortium Reach Out Mobile AB zu dem die finnische Sonera Corp, die spanische Telefonica SA und die schwedische Industri Kapital gehören, wird ebenfalls als Topkandidat für eine Lizenz gehandelt.

Vorschusslorbeeren gibt es im Vorfeld auch für ein weiteres Konsortium, Mobility4Sweden. Hier sammeln sich T International-Mobile AG, die schwedische Utfors AB und ABB Energy Ventures BV. Dem Konsortium Tenora Networks AB, dem Nomura International plc und Ratos angehört, räumen Analysten weniger gute Chancen ein, obwohl auch Teracom Networks AB zu den Unterstützern gehört. Diese verfügt über ein bestehendes Antennen-Netzwerk. Telenordia erhält Unterstützung von British Telecommunications plc und der norwegischen Telenor AS. Am Start sind ferner die Konsortien Broadwave (Tele 1 Europe, Rix Telecom, Western Wireless, 2G/3P Group, You Communication) und HI3G Access AB (Investor AB, Hutchison Whampoa Ltd).



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