Auch die Neuheiten auf der „Messe Olympia“ fehlen nicht
In Athen geht es für Adidas & Co. nur ums Image

Während etwa die Fußball-EM die Kassen der Sportartikelhersteller ganz unmittelbar kräftig klingeln ließen, haben die Olympischen Spiele eher den Charakter einer Messe vor Millionen-Publikum. Dabei ist es für Adidas, Nike, Puma & Co. ungleich schwerer, sich zu präsentieren. Denn bei Olympia ist Werbung verboten.

HB HAMBURG. Im Kampf um Marktanteile nutzen die Sportausrüster-Giganten die Olympischen Spiele dennoch als große Bühne. In Athen geht es für sie vor allem um eines: Image. Erfolge der von ihnen ausgerüsteten Athleten werden die Umsätze der Unternehmen kaum sofort steigern, dagegen soll die Marke vom Glanz der Gold-, Silber- oder Bronze-Medaillen profitieren.

"Kein Mensch geht in ein Geschäft und kauft sich ein Leichtathletik-Leibchen, weil Haile Gebreselassie die 10 000 Meter gewinnt", sagte Adidas-Chef Herbert Hainer. Dagegen habe sich der Europameister-Titel der Griechen schnell ausgewirkt: Über 100 000 Trikots wanderten über die Ladentheke.

Seit Firmengrüner Adi Dassler 1928 den ersten Sprint-Spike für einen Olympioniken entwickelte, sind die Spiele für die Marke mit den drei Streifen ein großes Thema. In 26 der 28 Olympischen Sportarten wird adidas-Kleidung getragen, 22 Olympia-Mannschaften sowie zahlreiche Einzelathleten aus anderen Ländern gehen mit Produkten der Franken in die Wettkämpfe und als "Official Supplier" rüsteten sie insgesamt rund 100 000 Personen aus. Wegen dieser offiziellen Stellung bleiben für Konkurrenten wie Nike und Puma nur Plätze in der zweiten Reihe. Doch auch die US-Amerikaner rüsten immer weiter auf. Sportler aus 22 Nationen tragen Kleidung mit dem "Swoosh".

Für die Ausrüster-Firmen ist es ungleich schwerer, sich bei Olympia als bei den großen Fußball-Turnieren zu präsentieren, denn Werbung ist bei Olympia verboten. "Dagegen ist Werbung beim Fußball, zum Beispiel in Form von Banden, längst akzeptiert", sagte Stephan Schröder von der Kölner Agentur "Sport und Markt". Die Olympischen Spiele haben aber einen großen Vorteil: Sie sind bekannter als eine Fußball-Weltmeisterschaft. "Nach den Wettkämpfen wird dann mit Bildern der Sieger in den Geschäften geworben", erläuterte Schröder.

Seite 1:

In Athen geht es für Adidas & Co. nur ums Image

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%