Auch Doppelpräsenz von France Télécom bei Auktion geklärt
Orange zieht sich aus UMTS-Bieterkonsortium 3G zurück

Der britische Mobilfunkbetreiber zieht sich aus rechtlichem Gründen aus dem Konsortium zurück, das sich im Juli um eine der deutschen Mobilfunk-Lizenzen bewerben will.

afp BONN. Der britische Mobilfunkbetreiber Orange zieht sich aus rechtlichem Gründen aus dem Bieterkonsortium 3G zurück, das sich Ende Juli um eine der deutschen UMTS-Lizenzen für multimediafähige Mobilfunknetze bewerben will. Wie die Bonner Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post am Montag mitteilte, gehen die Orange-Anteile an die beiden übrigen Gesellschaften im 3G-Konsortium, die spanische Telefónica und die finnische Sonera, über. Damit sei Orange nicht mehr doppelt im Bieterkreis präsent, betonte die Behörde. Orange wurde jüngst vom britisch-amerikanischen Konzern Vodafone Airtouch an France Télécom verkauft; die Franzosen sind aber bereits mit der norddeutschen Telefonfirma Mobilcom eine Bietergemeinschaft eingegangen.

Eine Lösung wurde einem Behördensprecher zufolge auch im Falle der Doppelpräsenz von France Télécom gefunden. Der französische Konzern ist über die Allianz mit Mobilcom hinaus auch beim Bieter Mannesmann Mobilfunk/Vodafone mitvertreten. Das Unternehmen hatte den Kauf von Orange unter anderem mit einem zehnprozentigen Aktienpaket finanziert. Diese zehn Prozent France-Télécom-Anteile werden der Regulierungsbehörde zufolge nun unter treuhänderische Verwaltung gestellt, um dem Verbot der Doppelpräsenz eines Unternehmens bei der UMTS-Auktion gerecht zu werden. Die vier bis sechs deutschen UMTS-Lizenzen werden ab 31. Juli in Mainz für voraussichtlich hohe Milliardensummen versteigert. UMTS ermöglicht hohe Übertragungsraten und lässt damit künftig Handy und Internet zusammenwachsen.

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