Auch ein Stern-Reporter unter den Opfern
Drei Journalisten in Afghanistan getötet

Bei der Kriegsberichterstattung in Afghanistan sind drei Journalisten aus Europa getötet worden. Das Magazin "Stern" betätigte am Montag den Tod seines Reporters Volker Handloik in Nordafghanistan. Der 40-jährige freie Journalist sei auf dem Gebiet der Nordallianz zusammen mit fünf weiteren ausländischen Reportern offenbar in einen Hinterhalt der Taliban geraten, teilte das Verlagshaus Gruner + Jahr in Hamburg mit.

ddp HAMBURG. Sein Leichnam sei von einem Fotografen in Afghanistan identifiziert worden. Wie das Auswärtige Amt bestätigte, sind neben Handloik mindestens zwei französische Journalisten ums Leben gekommen.

Eine Journalisten berichtet, wie die Kollegen zwischen die Fronten gerieten

Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der Stadt Dasht e-Qaleh in der Nähe der Grenze zu Tadschikistan. Laut Außenamts-Sprecher Andreas Michaelis sind die Umstände der Todesfälle noch nicht endgültig geklärt. Sicher sei aber, dass das gepanzerte Fahrzeug mit den Journalisten unter Beschuss geriet. Die drei getöteten Journalisten seien von dem Fahrzeug entweder gefallen oder gesprungen.

Wie Michaelis weiter sagte, wurde die Bundesregierung am späten Sonntagnachmittag darüber informiert, dass der deutsche Journalist vermisst werde. Am Montagmorgen seien schließlich die drei Leichen von einer Hilfsorganisation gefunden worden.

Handloik berichtete erst seit Anfang Oktober für den "Stern" aus der Region. Der Reporter stammt aus Rostock und war seit mehr als zehn Jahren für verschiedene Zeitschriften tätig. Der Verlag Gruner + Jahr würdigte den Reporter als "außergewöhnlichen Journalisten".

Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye sprach den Angehörigen der drei getöteten Journalisten das Mitgefühl der Bundesregierung aus. "Stern"-Chefredakteur Thomas Osterkorn sagte: "Unser Beileid gilt seinen Angehörigen und denen der übrigen mit Handloik ermordeten Journalisten."

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