Auch Einstiegsstraftäter sollen erfasst werden
Innenminister von Sachsen-Anhalt will Gendatei ausweiten

Sachsen-Anhalts Innenminister Manfred Püchel (SPD) plädiert für die Erweiterung der Gendatei. "Die Möglichkeit zur DNA-Analyse sollte auch auf minderschwere Delikte ausgedehnt werden, wenn wahrscheinlich ist, dass der Straftäter künftig eine erhebliche Straftat begehen könnte", sagte er in der Montagausgabe der "Mitteldeutschen Zeitung" in Halle.

dpa HALLE. Als Beispiele für so genannte Einstiegsstraftaten nannte Püchel sexuelle Belästigung, einfache Körperverletzung und Diebstahl. Der Innenminister stützt seine Forderung auf die bislang erzielten Ermittlungserfolge. "Mehr als einmal schon hat der Abgleich der vorhandenen Daten dazu geführt, dass auch scheinbar unlösbare Fälle aufgeklärt werden konnten", so Püchel.

Nach geltendem Recht ist die Untersuchung von Teilen des "genetischen Fingerabdrucks" zur Zeit nur möglich, wenn wegen Straftaten von erheblicher Bedeutung ermittelt wird. Dazu gehören zum Beispiel Mord, gefährliche Körperverletzung und schwere Vergehen gegen die sexuelle Selbstbestimmung wie etwa Vergewaltigung und Missbrauch von Kindern. Bei leichteren Delikten wie sexueller Belästigung oder exhibitionistischen Handlungen dagegen ist eine DNA-Identitätsfeststellung nicht vorgesehen.

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