Auch El Kaida könnte mit der Entführung zu tun haben
Weitere Spekulationen über Entführer der Sahara-Touristen

Im Fall der 31 verschwundenen Sahara- Touristen gibt es neue Spekulationen über mögliche Entführer: Deutsche und französische Experten gingen inzwischen davon aus, dass wahrscheinlich eine aus dem Niger gekommene Terrorgruppe die Sahara- Touristen entführt habe, berichtete die algerische Tageszeitung "Le Quotidien d'Oran" am Montag. Sie beruft sich dabei auf gut unterrichtete Untersuchungskreise.

HB/dpa ALGIER/BERLIN. Die Bundesregierung hält sich unterdessen weiter mit Informationen zurück. Dies geschehe mit Rücksicht auf das Schicksal der Betroffenen.

Die Bundesregierung unternehme weiter "alles in unserer Kraft Stehende" zur Aufklärung der Fälle, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Montag in Berlin. Nach algerischen Medienberichten wurden die zum Teil seit über zwei Monaten vermissten Urlauber, unter ihnen 15 Deutsche, in der südalgerischen Sahara entführt. Bei den Entführern könne es sich um aus Pakistan stammende Mitglieder des Terrornetzes El Kaida handeln. Eher ausgeschlossen wird nach dem Bericht damit, dass algerische islamistische Terroristen verantwortlich sein könnten.

Über den 150 Kilometer südwestlich der Stadt Illizi gefundenen Geländewagen des Typs Iveco hieß es, er hatte keine Batterie und keine Kennzeichen mehr gehabt, sei aber ansonsten in fahrtüchtigem Zustand gewesen. Allerdings wurde nicht bestätigt, ob der Wagen tatsächlich einem seit Wochen verschollenen deutschen Paar aus Augsburg gehörte. Die Motornummer des Wagens sei der deutschen Botschaft übermittelt worden, die die Angelegenheit prüfe, erklärte die Polizei nach einem Bericht der Zeitung "El Watan".

Unterdessen werden die klimatischen Bedingungen auf der Hochebene Tassili N'Ajjer, auf der das Fahrzeug gefunden wurde, für Europäer immer kritischer. Die Tagestemperaturen erreichen 38 bis 40 Grad.

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