Auch FBI im Visier
Ashcroft wegen inhaftierter Ausländer kritisiert

Die US-Justizbehörden sind wegen der Behandlung von Ausländern, die nach den Terroranschlägen vom 11. September inhaftiert wurden, unter Druck geraten.

HB/dpa WASHINGTON. In einer am Montag veröffentlichten internen Studie des Justizministeriums wird massive Kritik an der Art und Weise geübt, wie die Ausländer festgenommen und inhaftiert wurden.

So habe es in einem großen Gefängnis in New Yorker Stadtteil Brooklyn ein "Muster an körperlichen und verbalen Misshandlungen" durch Aufseher gegeben, erklärte der Generalinspekteur des Justizministeriums, Glenn Fine. Außerdem seien die Haftbedingungen oft "unangemessen hart" gewesen. So wurden in Brooklyn in den Zellen vieler Terror-Verdächtiger das Licht über Monate hinweg nie ausgeschaltet.

Justizminister John Ashcroft ließ die Vorwürfe zurückweisen. Alle Maßnahmen seien in Übereinstimmung mit geltenden Gesetzen erfolgt und hätten dem Ziel gedient, das amerikanische Volk zu schützen, erklärte seine Pressesprecherin Barbara Comstock.

Kritisiert wurde in der internen Studie auch, dass vielen Gefangenen nur mangelhafte Möglichkeiten eingeräumt wurden, sich mit Anwälten in Verbindung zu setzen. Viele seien monatelang festgehalten worden, bis die Bundespolizei FBI endlich ihre Unschuld erklärte.

Insgesamt waren nach den Terroranschlägen von New York und Washington vom 11. September 2001 mehr als 700 Ausländer als Verdächtige oder mögliche Informanten festgenommen. Vielen von ihnen wurden Visa-Verstöße vorgeworfen. In den meisten Fällen wurden den Gefangenen nichts nachgewiesen. Viele wurden anschließend ausgewiesen.

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