Auch Fernsehsender mit großer Reichweite im Visier
FAZ-Verlag will im Fernsehen Fuß fassen

Der Verlag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) startet erneut den Versuch, im Fernsehen Fuß zu fassen.

dpa FRANKFURT/MAIN. Nach dem Beginn der wöchentlichen Interview-Reihe "Finance Grill" im Wirtschaftskanal Bloomberg TV würden weitere Sendeformate entwickelt, sagte der Redaktionsleiter der FAZ Electronic Media GmbH, Frank Gaube, am Montag in Frankfurt. "Das ist der Beginn eines Engagements im TV-Bereich, die Marke FAZ soll auch im Fernsehen auftauchen."

Zur Zeit prüft die Redaktion Ideen für neue Wirtschaftssendungen, sagte Gaube. "Das kann bis zu einem Magazin führen, bis dahin ist es aber noch ein langer Weg." Gaube schloss nicht aus, dass künftige FAZ-Wirtschaftssendungen – ähnlich wie das populäre Spiegel-TV – auch in Fernsehsendern mit großer Reichweite gezeigt werden könnten. Bei den Inhalten werde der Verlag aber keine Kompromisse machen.

Kreuzverhör mit Journalisten und Analysten

In der im September gestarteten 22 Minuten langen wöchentlichen Interview-Reihe "Finance Grill" wird ein Unternehmer von einem Journalisten und einem Analysten ins Kreuzverhör genommen. Der Inhalt wird mehrfach verwendet: im Internet, auf FAZ Business-Radio sowie im Print-Bereich der Verlagsgruppe. Das Format ist eine gemeinsame Entwicklung der FAZ Electronic Media mit der im FAZ-Institut erscheinenden Zeitschrift "Finance" und Bloomberg TV.

In der FAZ Electronic Media GmbH ist das Geschäft der FAZ mit Internet, Radio und Fernsehen zusammengefasst. Der Verlag hat bereits Radiofrequenzen in Berlin und München, die unter der Dachmarke FAZ Business-Radio firmieren. In Kürze wird die Landesmedienanstalt in Hessen darüber entscheiden, wer die ausgeschriebene Hörfunkfrequenz für ein Business-Radio erhält. Die Fernsehpläne sollen zunächst ungeachtet der vor kurzem von FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher verkündeten Sparpläne verfolgt werden. Der FAZ-Einstieg beim zur Pro-Sieben 1-Sat Media AG gehörenden Nachrichtensender N24 mit 25,1 % war im vergangenen Jahr gescheitert.

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