Auch France Télécom weiter im Abwind
Telekom-Aktie im freien Fall

Die Aktie der Deutschen Telekom ist am Freitag auf ein Allzeittief von unter 13 Euro gestürzt, was Händler mit schwachen Konjunkturdaten in den USA erklärten. In der Spitze büßten die Titel des Dax-Schwergewichts knapp sechs Prozent auf 12,92 Euro ein. Analysten hatten zuletzt immer wieder auf das verlangsamte Wachstum und die Verschuldungsproblematik bei der Telekom verwiesen.

Reuters/ap BONN. Das Bundesfinanzministerium in Berlin wollte den Verfall der T-Aktie indes nicht kommentieren. Auswirkungen auf den Bundeshaushalt gebe es aber nicht, hieß es. Bereits am Donnerstag hatte die Akte zum zweiten Mal nach dem 11. September vergangenen Jahres den Ausgabekurs der ersten Telekom-Tranche von 14,47 Euro unterschritten und mit 13,72 Euro geschlossen.

Die Telekom-Aktie bewegt sich in einem schwierigen europäischen Umfeld. Eine von den Analysten als Gewinnwarnung aufgenommene Ankündigung des Mobilfunkkonkurrenten Vodafone trug nach Angaben von Experten zu allgemein rückläufigen Kursen bei: Vodafone reduzierte am Freitagmorgen seine Einnahmeerwartungen aus dem Handy-Geschäft in Deutschland und Italien zusammen um 6,4 Prozent gegenüber einer im Juli 2001 ergangenen Voraussage von 13,3 Milliarden Euro für das Ende März 2003 endende Geschäftsjahr. Der Kurs von Vodafone sank daraufhin bis zum Nachmittag um über 7,5 Prozent auf den tiefsten Stand seit vier Jahren.

Auch France Telecom ist weiter im Abwind. Bis zum Nachmittag sank das Papier im Xetra um über 3,9 Prozent auf 23,78 Euro und blieb damit weiter unter dem diese Woche erstmals unterschrittenen Ausgabepreis von 27,75 Euro vom Oktober 1997.

Am Donnerstag hatte die Telekom-Aktie einen Kurseinbruch von 6,9 Prozent hinnehmen müssen. Als Grund sehen Analysten neben der insgesamt schwierigen Lage für Telekommunikationswerte eine Umstellung der US-Bilanzrichtlinien, die eine - wenn auch nicht kassenwirksame - einmalige Abschreibung von 4,3 Mrd. Euro auf die Buchwerte der Mobilfunklizenzen der US-Tochter Voicestream zur Folge haben.

Zudem hatten die Analysten von Goldman Sachs die Telekom-Aktie vom "Outperformer" auf "Marketperformer" und damit zum zweiten Mal innerhalb von sechs Wochen herabgestuft. Die Analysten begründeten das mit den Ergebnissen des 1. Quartals und den verringerten Aussichten für das gesamte Geschäftsjahr.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%