Auch für Internetwerte geht es bergab
Merrill Lynch stuft IBM, Hewlett Packard und Cisco runter

Nun dürfte auch dem letzten Börsianer die Vorweihnachtsfreude vergangen sein. Der Nasdaq Index verliert am siebten Tag in Folge. Von dem Stand von 3 015 Punkten am 11. Dezember 2000 gab das Börsenbarometer bis heute rund 20 Prozent an Wert ab.

Auslöser für das Gewitter an der Technologiebörse sind schlechte Analystenkommentare. Egal welcher Sektor, egal welches Unternehmen, zur Wochenmitte hagelt es Abstufungen.

Für die Punktverluste des Nasdaq Index ist vor allem Cisco Systems verantwortlich. Merrill Lynch reduziert neben IBM und Hewlett Packard auch die Einstufung von Cisco Systems. Die nachlassende Konjunktur und langsamer wachsende Ausgaben für Informationstechnologie belasten die künftige Entwicklung des Unternehmens. Während die Aktien von IBM und Hewlett auf "halten" abgestuft werden, sinkt die Einstufung bei Cisco auf "kaufen".



Gewinnwarnung von Foundry

Cisco

Konkurrent Foundry gießt mit seiner Gewinnwarnung Öl in die Flamme. Der Netzwerkausstatter wird im laufenden Quartal zwischen 11 und 14 Cents Gewinn pro Aktie erlöst können. Damit liegt das Ergebnis rund zehn Cents unter den Erwartungen der Analysten. Während Cisco Systems mit einem Verlust von neun Prozent auf seinen Jahrestiefstand notiert, strafen die Anleger von Foundry die Aktie mit Kursverlusten von fast 50  Prozent.

IBM führt dagegen die Verliererliste des Dow Jones Index an. Merrill Lynch hatte bei Hewlett-Packard und IBM - mit trüben Zukunftsaussichten - die Aktien in die Tiefe geschickt. Die Umsätze der beiden Unternehmen werden stärker zurückgehen als erwartet, so die Analysten.

Die Aktie von Infineon leidet unter pessimistischen Prognosen von Morgan Stanley. Die Analysten reduzieren die Gewinnerwartungen für 2001 von 2,05 auf 1,68 Euros. Die Einstufung bleibt bei lediglich "halten". Auch der DRAM Chiphersteller Micron Technology steht unter Beschuss. Joe Osha von Merrill Lynch senkt sein Kursziel von 120 auf 70 Dollar.



Geringere Umsatzerwartungen

Die Investment Bank Goldman Sachs nimmt aktiv am Trauerspiel teil. Auf Grund des zunehmend schwierigeren Umfelds werden die Gewinn- und Umsatzerwartungen von EMC, IBM, Hewlett Packard, Silicon Graphis und Storage Technologies gesenkt. Bei Network Appliances und Sun Microsystems senken die Experten lediglich die Umsatzerwartungen.

Neben American Express verliert auch Citigroup an Wert. UBS Warburg stuft die Aktie von Citigroup ab. Die Abkühlung der Kapitalmärkte werde dem Finanzinstitut schaden.

Auch für Internetwerte geht es bergab. CIBC World Markets reduzieren die Umsatzerwartungen für Yahoo. Die Begründung ist nicht neu. Auch dieses Analystenhaus macht auf das Risiko sinkender Werbeeinnahmen aufmerksam.

Logistikunternehmen FedEx büßt ebenfalls an Wert ein. Zwar steigerte das Unternehmen den Gewinn im vergangenen Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Cents pro Aktie, konnte die Erwatungen der Analysten jedoch nicht übertreffen. Für das kommende Quartal erwarten das Unternehmen einen Gewinn von 35 bis 40 Cents pro Aktie. Die Analysten erwarten jedoch bisher einen Gewinn von 41 Cents pro Papier.

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