Auch geringere Dividende
Daimler-Chrysler kürzt Mitarbeitern die Prämien

Die Kosten für die Sanierung von Chrysler und die Verluste bei der US-Lkw-Tochter wirken sich auch auf die Ergebnisbeteiligung aus.

ajo/brb STUTTGART. Die Daimler-Chrysler AG will die Ergebnisbeteiligung für die 140 000 deutschen Beschäftigten und die Dividende kürzen. Wie das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen erfuhr, soll die Mitarbeiterbeteiligung aber nicht so stark sinken wie die Dividende.

Die Mitarbeiter erhielten im Vorjahr eine Rekordprämie von 1 595 Euro. Nach der Rechnungsformel für die Ergebnisbeteiligung der deutschen Mitarbeiter müsste sie trotz der unverändert erfolgreichen Sparte Mercedes-Benz um rund 40 % schrumpfen. Grund sind die hohen Verluste und Sanierungskosten bei der US-Lkw-Tochter Freightliner, die in die Berechnung einfließen.

Allerdings soll die Kürzung weit weniger drastisch ausfallen. Auf Grund der vielen Mehrarbeit im vergangenen Jahr würden die Beschäftigten einen radikalen Schnitt nicht verstehen, hieß es. Viele hofften noch auf eine Gewinnbeteiligung auf Vorjahreshöhe. Außerdem stehen die Arbeitnehmervertreter wegen der Betriebsratswahlen in diesem Frühjahr unter Druck.

Am Mittwoch tagt der Vorstand und entscheidet über die Dividende. Vorstandschef Jürgen Schrempp und Finanzvorstand Manfred Gentz werden eine Dividendenkürzung vorschlagen. Die Sanierung von Chrysler und Freightliner haben dem Konzern tiefrote Zahlen beschert. Analysten erwarten im Schnitt eine Dividende von 1,53 Euro je Aktie. Der Konzern hatte zuletzt 2,35 Euro je Aktie gezahlt. Bei Chrysler fällt diesmal die Ergebnisbeteiligung aus.

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