Auch im dritten Quartal Verlust
DAB kommt einfach nicht auf die Beine

Der mehrheitlich zur Hypo-Vereinsbank gehörende Online-Broker DAB Bank hat im dritten Quartal 2002 trotz weiter sinkender Kosten erneut rote Zahlen geschrieben.

Reuters FRANKFURT. Der Verlust nach Steuern und Minderheitsanteilen liege bei 15,36 Millionen Euro, nach einem Fehlbetrag von 26,14 Millionen Euro im Vorjahresquartal, teilte der Broker am Donnerstag mit. Der Verwaltungsaufwand ging auf 42,33 Millionen Euro nach 53,88 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum zurück. DAB-Vorstand Alexander von Uslar teilte mit, bis Jahresende weitere Restrukturierungsschritte einleiten zu wollen, damit die DAB im kommenden Jahr profitabel werde. Anfang November war der bisherige DAB-Vorstandssprecher Matthias Kröner von seinem Posten zurückgetreten. Bankenkreisen zufolge hatte ihm die Muttergesellschaft vorgeworfen, Ertragsziele verfehlt zu haben.

Von Uslar sagte am Donnerstag in einer Analystenkonferenz, der DAB-Vorstand arbeite nun als so genanntes "Kollegialorgan". Die drei Mitglieder stünden auf gleicher Stufe. In von Uslars Ressort falle der Bereich Presse und Investor Relations.

Über die Zukunft der DAB-Bank wurde bereits vor dem Rücktritt Kröners spekuliert. Mehrere Experten gehen davon aus, dass der Broker mit der Commerzbank Online-Tochter Comdirect fusioniert werden könnte. Commerzbank-Vorstandschef Klaus-Peter Müller hatte am Dienstag sein Interesse an einer solchen Lösung bekräftigt: "Das ist wie beim Tanzen. Wir kennen den Takt und kennen den Rhythmus. Wenn der andere tanzen will, dann tun wir's", hatte Müller gesagt. Der Commerzbank-Chef hatte hinzugefügt, er rechne mit Sondierungsgesprächen.

Den Zinsüberschuss steigerte die DAB Bank im dritten Quartal auf 16,12 Millionen Euro von 7,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Provisionsüberschuss stieg ebenfalls auf 17,62 Millionen Euro nach 16,25 Millionen Euro. Die Zahl der Transaktionen ging dagegen auf 1,22 (Vorjahr: 1,29) Millionen zurück. Die Zahl der Depots gab die Bank mit 606.020 an, nach 526.124 im Vorjahreszeitraum.

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