Auch im Staffelwettbewerb Gold im Visier
Greene spuckt große Töne

Selbstbewusster geht es eigentlich nicht: Geht es nach US-Sprintstar Maurice Greene, braucht die Konkurrenz gar nicht erst zum 100-Meter-Wettbewerb anzutreten. Denn Athen ist in den Augen des dem Olympiasieger von Sydney nichts anderes als das Postamt, auf dem er die für ihn bereit gelegte Gold-Medaille abholen muss.

HB ATHEN. "Ich bin eigentlich hier, um am 22. August zum Postamt der Olympischen Spiele zu gehen und meine Goldmedaille abzuholen", tönte der 30 Jahre alte Amerikaner bei einer Pressekonferenz seines deutschen Ausrüsters Adidas am Dienstag in Athen. Greene gab sich sehr siegesgewiss und räumte seinem vermeintlich härtesten Rivalen Asafa Powell, der ihn zuletzt am vergangenen Freitag in Zürich geschlagen hat, keine große Chancen ein.

"Er hat nichts, was ich nicht habe und ist in keinem Punkt besser als ich", sagte der dreifache Weltmeister über den neun Jahre jüngeren Jamaikaner. Greene räumte immerhin ein, dass Powell ein sehr talentierter Athlet sei. "Ich habe bestimmt mehr getan als alle anderen Athleten", begründete der frühere Weltrekordler seine Zuversicht und sagte dann etwas weniger euphorisch: "Du weißt nie, was passieren wird. Hinter jedem Athleten aus jedem Land liegt Gold bereit."

In der Weltbestenliste liegt Greene in diesem Jahr zusammen mit Powell (beide 9,91 Sekunden) auf Rang zwei hinter Shawn Crawford (ebenfalls USA/9,88). "Was vor den Spielen passiert und was danach kommt, zählt nicht mehr. Du kannst vorher alle Rennen mit 20 Metern Vorsprung gewonnen haben - entscheidend ist der olympische Wettbewerb", betonte Greene, der auch mit der Sprintstaffel der USA auf Gold hofft.

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