Auch in Griechenland flammen Brände wieder auf
Italien ruft wegen Bränden Notstand aus

Rom/Athen, 14. Juli (AFP) - Italien hat am Freitag wegen anhaltender Waldbrände den Notstand ausgerufen. Wie Innenminister Enzo Blanco am Freitag mitteilte, kann die Bekämpfung der seit Wochen wütenden Brände mit staatlichen Maßnahmen unterstützt werden. In Süditalien, vor allem in Kalabrien und Apulien, wurden bei Waldbränden seit dem 19. Juni insgesamt 22 000 Hektar Land vernichtet, davon 7000 Hektar Wald. Durch andauernde Hitze und starke Winde werden sie immer wieder angefacht. Mehrere hundert Menschen mussten aus umliegenden Dörfern evakuiert werden. Der Großteil der Brände in Italien ist offiziellen Angaben zufolge auf Brandstiftung zurückzuführen.

Auch in Griechenland hielten die Brände am Freitag an. Neun Brände brachen nach Angaben der Feuerwehr aufgrund heftiger Winde wieder aus, die größten davon in der Gegend um Korinth im Nordosten des Peloponnes. Dort wüteten die Flammen auf jeweils mehreren Kilometern Breite. Seit Mittwoch wurden bereits mehrere Dutzend Häuser und Hunderte Hektar Pinienwald ein Raub der Flammen. Zahlreiche Dörfer wurden evakuiert. Auch im Gebirgsmassiv von Pelion im Zentrum des Landes sowie auf den Ägäis-Inseln Chios und Thassos gab es große Waldbrände. In Aghioi Theodoroi nordöstlich von Athen verbrannten zahlreiche Wochenendhäuser.

Unterdessen trafen am Freitag Löschflugzeuge und Hubschrauber aus Deutschland, Israel und Tschechien in Griechenland ein. Winde mit Geschwindigkeiten bis zu 60 Stundenkilometern erschwerte jedoch den Einsatz. Bundeskanzler Gerhard Schröder stellte dem griechischen Ministerpräsidenten Kostas Simitis in einem Telegramm am Freitag weitere deutsche Hilfe in Aussicht. Die griechische Regierung hatte am Donnerstag im Kampf gegen die Brände das Ausland um Hilfe gebeten.

Bei Bränden im Süden Bulgariens wurden sieben Menschen verletzt, zwei von ihnen lebensgefährlich, wie die bulgarische Regierung am Freitag mitteilte. Im Südosten des Landes verbrannten etwa 50 Häuser. Die Mehrheit der 250 Brandherde war nach Angaben des Krisenministeriums jedoch unter Kontrolle oder gelöscht.

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