Auch Internet-Firmen profitieren
Werbebranche boomt - Rekordzahlen - Medien profitieren

In diesem Jahr sei mit Ausgaben bei den Medien von rund zwei Milliarden DM zu rechnen, berichtete der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW). Damit rangierten sie noch vor der Automobilindustrie auf Platz eins.

dpa-AFX BONN. Getrieben von zusätzlichen Impulsen durch das Internet boomt die deutsche Werbebranche. Von den Rekordausgaben in diesem Jahr profitierten vor allem die Medien, berichtete der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) am Mittwoch in Bonn. Aber die Medien selbst gäben auch immer mehr Geld für Werbung um Leser oder Zuschauer aus.

Im Jahr 2000 stiegen die Gesamtausgaben für Werbung voraussichtlich um 4,6 Prozent auf rund 64 Mrd. DM (33 Mrd. Euro), hieß es vom ZAW. Davon nähmen Medien mit gut 45 Mrd. DM (plus 5,6 Prozent) allein rund zwei Drittel für die Verbreitung von Werbung ein - so viel wie nie zuvor.

Besonders auffällig sei eine Doppelrolle der Medien. Einerseits profitierten sie am stärksten von den Investitionen in Werbung. Andererseits stünden sie selbst erstmals in der deutschen Werbegeschichte an der Spitze der Branchen mit den höchsten Werbeausgaben. In diesem Jahr sei mit Ausgaben von rund zwei Milliarden DM zu rechnen. Damit rangierten sie noch vor der Automobilindustrie auf Platz eins.

Internet-Firmen kommen in diesem Jahr auf fast 300 Mio. DM Werbeeinnahmen

Internet-Firmen kommen nach ZAW-Angaben in diesem Jahr auf fast 300 Mio. DM an Werbeeinnahmen. Sie gäben aber mehr als zwei Milliarden DM für den Aufbau ihrer Marken in Deutschland aus. Sie seien dabei auf die klassischen Massenmedien angewiesen, da nur über sie hohe Reichweiten zu erreichen seien.

Die Chancen des Internets als Werbeträger würden inzwischen realistischer beurteilt, berichtete der ZAW. Die Zahl der Internet- Nutzer in Deutschland liege derzeit nur bei knapp 30 Prozent oder 18,3 Mio. Bürger (über 14 Jahren).

Auf Seiten der Internet-Firmen wachse die Erkenntnis, dass neben Werbeeinnahmen auch andere Finanzierungsformen wie etwa E-Commerce und Nutzungsentgelte für bestimmte Informationsangebote betriebswirtschaftlich erforderlich seien. Langfristig sei das Internet als wichtiges "Ergänzungsmedium" für die Wirtschaft dort zu sehen, wo bestimmte Konsumentengruppen nur schwer mit klassischer Werbung erreichbar seien.

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