Auch Ippen-Gruppe interessiert
Bauer rechnet mit mehreren Bietern für „Tagesspiegel“

Der Hamburger Bauer-Verlag erwartet nach den Worten von Geschäftsführer Manfred Braun noch reichlich Konkurrenz für das eigene Interesse an der Übernahme der Berliner Zeitung "Tagesspiegel". "Ich rechne mit mehreren Bietern, aber ob das gleich zu einem Bieterwettstreit wird, kann ich nicht sagen", sagte Braun am Montag der Nachrichtenagentur Reuters am Rande eines Medienkongresses in Hamburg.

Reuters HAMBURG. Die Interessenten für einen Kauf der Zeitung, die der Stuttgarter Holtzbrinck-Verlag wegen der geplanten Übernahme der konkurrierenden "Berliner Zeitung" zum Verkauf anbieten muss, kämen nach seiner Einschätzung hauptsächlich aus der deutschen Medienbranche. Mit einer Entscheidung in dem Bieterverfahren rechnet Braun in etwa zwei Monaten.

Das Bundeskartellamt hatte die Übernahme der Berliner Zeitungsaktivitäten des Verlagshauses Gruner + Jahr durch den Holtzbrinck-Verlag im vergangenen Jahr untersagt, weil der Stuttgarter Verlag in Berlin mit dem "Tagesspiegel" bereits eine große Abo-Tageszeitung betreibt. Holtzbrink beantragte daraufhin eine so genannte Ministererlaubnis, mit der Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) die Entscheidung des Kartellamtes noch aufheben kann. Clement machte dem Holtzbrinck-Verlag aber zur Auflage, nach möglichen Interessenten für den verlagseigenen "Tagesspiegel" Ausschau zu halten.

Als einziger hat bisher der Hamburger Bauer-Verlag ein Angebot für den "Tagesspiegel" angekündigt. Interesse hat auch die Münchener Ippen-Gruppe ("Münchener Merkur") signalisiert. Beauftragt mit der Organisation des Prozesses ist die Investmentbank Sal. Oppenheim, die bereits Informationsmaterial an mögliche Interessen verschickt hat.

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