Auch Klose hält Anschlag für wahrscheinlich
Hinweise auf Anschlag verdichten sich

Die Ermittler hätten durch Spurensicherung und Zeugenaussagen Erkenntnisse gewonnen, die den Verdacht eines Anschlags bestärkten, sagte Schily am Montag laut ZDF-Morgenmagazin.

wiwo/ap BERLIN. Die Untersuchungen würden "zügig fortgeführt". Der Innenminister rief alle Zeugen dazu auf, sich auch nach der Rückkehr nach Deutschland beim Bundeskriminalamt für eventuelle Aussagen zur Verfügung zu stellen. Die Zusammenarbeit mit den tunesischen Behörden bezeichnete Schily als gut. Anfangs habe die tunesische Seite eine "starke Tendenz" gezeigt, die Explosion "von vornherein als Unfall zu qualifizieren". Inzwischen gebe es "eine vertrauensvolle Zusammenarbeit".

Auch SPD-Außenexperte Hans-Ulrich Klose hält es für wahrscheinlich, dass es sich um einen Anschlag gehandelt habe. "Ich glaube, dass die Gesamtumstände eher für ein Attentat sprechen. Das Äußere lässt nicht erkennen, dass es ein Unfall gewesen sein könnte", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags in der ARD-Sendung "Sabine Christiansen". Infolge der Explosion eines Tanklasters an einer Synagoge auf Djerba am Donnerstag sind 15 Menschen ums Leben gekommen, darunter zehn Deutsche. Mehrere schwerverletzte deutsche Touristen werden in Spezialkliniken in Berlin, Hamburg, Lübeck und Aachen behandelt.

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