Auch Knight-Ridder-Konzern spart beim Personal
New York Times will mehr als tausend Mitarbeiter entlassen

Rückläufige Werbeeinnahmen machen Amerikas Verlagen, Rundfunkfirmen und Fernsehgesellschaften zu schaffen. Am Montag teilten die traditionsreiche New York Times und der Knight-Ridder-Konzern mit, in Zukunft mit deutlich weniger Mitarbeitern auskommen zu wollen.

afp/dpa NEW YORK. Wegen sinkender Werbeeinnahmen will die renommierte "New York Times" noch in diesem Jahr mehr als tausend Mitarbeiter entlassen. Es würden acht bis neun Prozent der 14 000 Stellen gestrichen, teilte die US-Mediengruppe am Montag in New York mit. Damit sollten noch in diesem Jahr zwischen 35 und 40 Millionen Dollar (79,8 Millionen Mark/40,8 Millionen Euro bis 91,2 Millionen Mark/46,6 Millionen Euro) gespart werden. Außerdem sollten die Preise erhöht und der Papierverbrauch gesenkt werden.

Die Gruppe begründete ihre Maßnahmen damit, dass "der gesamte Pressesektor - und damit auch unser Unternehmen - seit Beginn des Jahres einen drastischen Rückgang der Werbeeinnahmen verzeichnet". Dieser wiederum ist darauf zurückzuführen, dass viele Unternehmen wegen der aktuellen Konjunkturflaute die Werbeausnahmen drastisch gekürzt haben.

Auch bei Knight Ridder wird gespart

Zuvor hatte bereits der zweitgrößte amerikanische Zeitungsverlag, Knight Ridder, angekündigt, 1 700 Stellen streichen zu wollen. Mitte Dezember hatte die Gruppe bereits mitgeteilt, sich von 400 Mitarbeitern trennen zu wollen.

Insgesamt entfallen nach Aussage von Konzernchef Tony Ridder knapp zehn Prozent der im vergangenen Jahr vorhandenen Arbeitsplätze bei Knight Ridder. Knight Ridder kontrolliert 32 Tageszeitungen.

Der Firmenchef kündigte an, dass das Unternehmen im zweiten Quartal eine Belastung von rund 75 Mill. Dollar verbuchen wird. Die Personalkosten werden im Jahr 2001 laut Ridder gegenüber dem Vorjahr im mittleren einstelligen Bereich fallen. Die Betriebskosten würden entsprechend zurück gehen.

Das Unternehmen ist wie die anderen amerikanischen Zeitungsverlage, Rundfunkfirmen und Fernsehgesellschaften von rückläufigen Werbeeinnahmen betroffen.

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