Auch Kritik an Bärbel Höhn
Künast kritisiert MKS-Schutzmaßnahmen in NRW

Nach dem inzwischen ausgeräumten Verdacht auf Maul- und Klauenseuche (MKS) in Nordrhein-Westfalen hat Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) scharfe Kritik an den Schutzmaßnahmen vor Ort geübt. Die Sperrzone um den betroffenen Hof im Münsterland sei «schlecht beziehungsweise unzureichend organisiert» gewesen, sagte Künast am Mittwoch in Berlin. Dabei verwies sie darauf, dass Journalisten trotz der Sperrzone auf den Hof gelassen worden seien.

afp BERLIN. Darüber hinaus forderte sie die Länder auf, bei den Tests bei einem MKS-Verdacht «Tempo vorzulegen». Es reiche nicht, Proben wie aus Nordrhein-Westfalen mit dem Auto zur Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen nach Tübingen zu bringen. «Es gibt Hubschrauber.» Außerdem sollten nicht nur Blutproben für die Tests geliefert werden, sondern auch Teile der Tiere.

Künast sagte weiter, die Debatte um Impfungen gegen MKS dürfe nicht dazu führen, dass die Maßnahmen vor Ort vernachlässigt werden. «Dies ist nicht die Zeit für große Emotionen, die die Leute nur noch verwirrter machen.» Politik solle nicht «zur Panikmache beitragen», sondern rational handeln. Dabei verwies sie auf Äußerungen, die Seuche komme näher und näher an Deutschland heran. Künast machte damit deutlich, dass sie auch ihre grüne Ressortkollegin in Nordrhein-Westfalen, Bärbel Höhn, in ihre Kritik mit einbezog.

Darüber hinaus warnte die Ministerin die Bauern davor, billige Ferkel in den Niederlanden zu kaufen, wo die Maul- und Klauenseuche bereits ausgebrochen ist. Derzeit seien die Ferkel-Preise in Holland extrem gesunken, sagte Künast. Es gebe Bericht über «schwarze Schafe» unter den Bauern, die in Holland jetzt Ferkel kauften.

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