Auch Lehramt ist gefragt
Studium wird wieder beliebter

Das Studium wird bei den Abiturienten wieder beliebter. Nach Jahren des Rückgangs ist die Studierneigung der Schulabgänger jetzt erstmals wieder gestiegen, berichtete das Magazin "Focus" am Freitag vorab aus seiner neuesten Ausgabe unter Berufung auf eine neue Studie im Auftrag des Bundesbildungsministeriums.

HB/dpa BERLIN. Danach haben 69 Prozent des Abitur- Jahrgangs 2002 bereits ein Studium aufgenommen oder planen dies fest. Bei der letzten Untersuchung des Abiturienten-Jahrgangs 1999 betrug die Studierneigung lediglich 65 Prozent.

Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) sprach von einer "höchst erfreulichen Entwicklung". Die bessere materielle Absicherung der Studierenden durch die Bafög-Reform habe sicherlich mit dazu beigetragen, wieder mehr junge Menschen für ein Studium zu interessieren. Zum anderen würden auch immer mehr Hochschulen erkennen, dass sie den jungen Menschen überschaubare Studiengänge mit schneller erreichbaren Abschlüssen anbieten müssten. Dies habe sich auch bei den Abiturienten herumgesprochen.

Die Untersuchung durch das Hochschul-Informations-System (HIS) macht deutlich, dass auch der seit Jahren zu beobachtende Trend unter den Abiturienten zu einer Doppelqualifikation von Lehre und Studium gestoppt ist. Auch gibt es immer weniger Abiturienten, die bei der Befragung eine Studienabsicht generell ausschließen und nur eine betriebliche Ausbildung anstreben. Im vergangenen Jahr waren dies nur noch 24 Prozent im Vergleich zu 27 Prozent Mitte der 90er Jahre. Bei der Studienfachwahl ist das Lehramtsstudium wieder gefragt.

Acht Prozent der für die Studie repräsentativ befragten 12 000 Abiturienten haben sich dafür entschieden. Mitte der 90er Jahre war diese Zahl auf unter fünf Prozent geschrumpft. Das Lehramtsstudium belegt jetzt wieder den zweiten Platz auf der Beliebtheitsskala der Fächer - hinter den Wirtschaftswissenschaften (zehn Prozent). Bei den ingenieurwissenschaftlichen Kerndisziplinen wie Elektrotechnik und Maschinenbau, die seit Jahren über mangelndes Studieninteresse klagen, scheint zumindest der Rückgang gestoppt. Mit zwei beziehungsweise sechs Prozent rangieren diese Fächer bei der Studienwahl immer noch weit unten.

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