Auch nach der Erweiterung kann Ostdeutschland besonders förderungswürdig bleiben
In der EU-Strukturpolitik brechen neue Zeiten an

Manche Regionen fallen durch die Osterweiterung aus der höchsten Förderkategorie heraus, was einen hohen Verlust an EU-Fördermitteln bedeutet. Dies trifft auch auf die ostdeutschen Bundesländer zu, welche noch bis 2006 jährlich 3 Mrd. Euro aus Brüssel erhalten.

BRÜSSEL. Im Jahre 2004 werden für die EU-Strukturpolitik ab 2007 die entscheidenden Weichen gestellt. Die ostdeutschen Bundesländer fürchten dabei, ihre besondere Förderungswürdigkeit zu verlieren. Das muss aber nicht so sein.

Mit der Osterweiterung stellt sich für die ostdeutschen Bundesländer, aber auch für Regionen in Spanien, Portugal, Griechenland und dem Vereinigten Königreich unter Umständen das Problem des "statistischen Effekts". Da die Erweiterung die EU statistisch um gut 12 % "ärmer" machen wird, fallen - was ihnen ohne Erweiterung nicht passiert wäre - manche Regionen aus der höchsten Förderkategorie heraus. Und dabei geht es um viel Geld. Rund 36 Mrd. Euro EU-Mittel werden derzeit pro Jahr in diese so genannten "Ziel 1-Regionen" investiert, deren Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf bei weniger als 75 % des EU-Durchschnitts liegt. Dies trifft auch auf die ostdeutschen Bundesländer zu, die zwischen 2000 und 2006 jährlich rund 3 Mrd. Euro aus Brüssel erhalten. Über den Verlust von EU-Mitteln hinaus droht ihnen auch der Verlust von besonderen Regeln bei der Vergabe regionaler staatlicher Beihilfen. Die betroffenen Regionen vertreten daher die Auffassung, dass dieser statistische Effekt im Rahmen "angemessener" Übergangsregelungen aufgefangen werden müsse.

Seite 1:

In der EU-Strukturpolitik brechen neue Zeiten an

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%