Auch Nachrichtenagentur betroffen
"Code Red" dringt bei Microsoft ein

Der virusartige Computerwurm "Code Red II" hat ausgerechnet beim Software-Giganten Microsoft zugeschlagen, der zu seiner Bekämpfung ein "Sicherheits-Patch" ("Pflaster") entwickelt hat. Trotz dieser Abwehrmaßnahmen schlug der den digitalen Datentransfer verlangsamende Wurm am Mittwoch bei Servern des kostenlosen Microsoft-E-Mail-Dienstes Hotmail zu, wie der Konzern in Seattle mitteilte.

ap WASHINGTON. Auch vom Internet übertragene Dienste der Nachrichtenagentur Associated Press wurden von "Code Red" angegriffen. Die per Satellit übertragenen Nachrichten- und Fotodienste waren nicht betroffen.



"Code Red II" ist ein Programm, das mit hoher Geschwindigkeit das Internet nach angreifbaren Computern absucht, infiziert und mit Datenmüll bis zum Absturz treibt. Es kann sich auch über Netzwerke weiterverbreiten. In den USA sind inzwischen nach Schätzung des Antivirus-Herstellers Symantec mindestens 1 000 Server befallen worden. Die erste Version des Wurms infizierte auf seinem Höhepunkt im vergangenen Monat 250 000 Computer. Die in diesem Monat aktive zweite Version enthält zudem ein so genanntes Trojanisches Pferd: Das ist ein Virus, das Hackern eine Hintertür für den ungehinderten Zugriff öffnet.

Neben AP-Servern für die Nachrichtenseite The WIRE, Grafik- und andere Sonderseiten gehörte die US-Telekommunikationsfirma Qwest zu den prominenten Opfern. Der Internet-Service wurde gelegentlich lahm gelegt, bestätigte ein Sprecher. Zurückzuführen sei das auf Modems des Herstellers Cisco Systems. Die "Code Red"-Würmer können neben den Microsoft-Betriebssystemen Windows NT oder Windows 2000 auch Geräte von Cisco infizieren.

Microsoft-Sprecher Jim Desler sagte, Microsoft habe mittlerweile nach dem Bekanntwerden des Angriffs alle Schäden behoben und sämtliche Systeme überprüft. Man nehme den Vorfall sehr ernst. Microsoft selbst hatte zuvor eine große Aufklärungskampagne gestartet und Computerbesitzer aufgefordert, Server mit den Betriebssystemen Windows NT und Windows 2000 mit einem so genannten Patch auf den neuesten Stand zu bringen und die Sicherheitslücke, die der Wurm ausnutzt, zu schließen. Desler betonte, Daten und E-Mails von Kunden seien nicht betroffen worden.

Weitere Informationen unter : http://www.microsoft.com/technet/security/bulletin/MS01-033.as

http://wire.ap.org

http://www.symantec.com

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