Auch Neuer Markt betroffen
Irrtümliches Optionsgeschäft löst Verkaufswelle aus

Der Dax-Future ist durch ein irrtümliches Geschäft eines Kunden im frühen Handel binnen Sekunden um etwa 800 Punkte gesunken und hat eine Verkaufswelle der Aktien im Deutschen Aktienindex (Dax) und am Neuen Markt ausgelöst.

dpa-afx FRANKFURT. "Ein Optionsschein-Händler hat einen so genannten Mistrade-Antrag gestellt und will das entsprechende Geschäft annullieren lassen", sagte ein Sprecher der Deutschen Börse am Dienstag. Ob dies möglich sei, werde derzeit noch geprüft, hieß es.



Händler begründeten den Kurssturz, der den Dax binnen Minuten um 110 Punkte auf ein Tief von 5 070,46 Punkte fallen ließ, mit dem drastischen Rückgang des Dax-Future. Börsianer lesen am Kurs der Aktienoptionen die Erwartungen an den Indexstand in der Zukunft ab. "Anders als im Aktienhandel gibt es bei den Optionsscheinen keine Unterbrechung, wenn es so stark nach unten geht", sagte ein Optionsscheinhändler. Zudem könnten nicht alle Geschäfte, die auf dem Missgriff beruhen, wieder rückgängig gemacht werden.

Daneben trugen Börsengerüchte über eine wachsende Kriegsgefahrzwischen den USA und dem Irak zum Kursrutsch bei. "Mir hat jemand im Handelsraum etwas von einer Kriegsdrohung der USA gegen den Irak zugerufen", sagte ein Aktienhändler in Frankfurt. Am Montag hatten die USA bei der Genfer Diskussion über eine Biowaffen-Konvention den Irak als "größte Gefahr" für die internationale Sicherheit nach der Terrororganisation El Kaida bezeichnet. Im weiteren Handelsverlauf erholten sich die Standardwerte wieder bis auf das Ausgangsniveau von 5 184,01 Punkten.

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