Auch nicht für Ermittlungen
Fujimori kehrt nicht nach Peru zurück

Reuters TOKIO. Der abgesetzte peruanische Präsident Alberto Fujimori hat angekündigt, er werde auch nicht für Ermittlungen gegen seine Person von Japan in sein Heimatland zurückkehren. Der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo sagte Fujimori am Freitag, er habe nicht die Absicht heimzureisen, sollte ihn ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss dazu auffordern. Wie lange er noch in Japan bleiben werde, sagte Fujimori nicht. Das peruanische Parlament hatte ihn in der vergangenen Woche abgesetzt und den Oppositionellen Valentin Paniagua zum Übergangspräsidenten des Landes gewählt. Gegen Fujimori laufen Ermittlungen wegen seiner Rolle in einer Korruptionsaffäre um seinen Ex-Geheimdienstchef.

Der japanisch-stämmige Fujimori wies in dem Interview die Korruptionsvorwürfe gegen ihn erneut zurück und bezeichnete sie als "berechnende Kampagne", die ihn persönlich und politisch diskreditieren solle. Auf die Frage zu seinen Zukunftsplänen sagte Fujimori: "Noch ist nichts entschieden." Vor knapp zwei Wochen hatte Fujimori von Japan aus seinen Rücktritt eingereicht. Dies hatte das Parlament in Lima jedoch abgelehnt und Fujimori wegen moralischer Untauglichkeit für abgesetzt erklärt. Das japanische Justizministerium hat erklärt, Fujimori könne in Japan bleiben, wenn er beweisen könne, dass er japanische Eltern habe. Zudem könne er nicht ausgeliefert werden.

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