Auch ohne Rabattgesetz wichtiges Marketinginstrument
Einzelhandel hält am Schlussverkauf fest

rv DÜSSELDORF. Die Schlussverkäufe werden nach Abschaffung des Rabattgesetzes nicht überflüssig werden. Zu diesem Ergebnis kommt nach Informationen des Handelsblatts eine Kommission der Bundesregierung. Der Grund: Der Handel kann seinen Kunden jetzt zwar Rabatte in beliebiger Höhe gewähren, er darf aber nicht im Rahmen eines großen Events - sprich: einer Sonderveranstaltung - dafür werben.

Denn nach wie vor gilt § 7 des UWG (Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb), wonach Sonderveranstaltungen verboten sind. Ausgenommen sind nach § 8 UWG nur Jubiläumsverkäufe (alle 25 Jahre), Räumungsverkäufe und die zweiwöchigen Saisonschlussverkäufe ab Ende Januar und Ende Juli. Nur bei diesen Anlässen dürfen die Einzelhändler im großen Rahmen mit Rabatten werben. Für den Handel bleiben die Schlussverkäufe, so der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE), ein wichtiges Marketinginstrument: Zum einen haben sich die Kunden daran gewöhnt und beziehen sie in ihre Einkaufspläne ein. Zum andern fallen sie im Januar/Februar und im Juli/August (Ferien) in eine frequenzarme Zeit. "Der Schlussverkauf ist ein wichtiges Instrument, um die Kunden zu mobilisieren", betont der HDE. Der diesjährige Sommerschlussverkauf findet vom 30. Juli bis 11. August statt.

Sehr wichtig sind die Schlussverkäufe für den innerstädtischen Einzelhandel. Denn hierbei darf nur Saisonware wie Bekleidung, Textilien, Schuhe, Lederwaren und Sportartikel verkauft werden. Das sind typische Innenstadtsortimente - Waren, die schnell unmodern werden.

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