Auch Protestveranstaltungen geplant
IG Metall droht nun mit höheren Lohnforderungen

Die IG Metall hat aus Protest gegen die Reformpläne von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) mit erhöhten Lohnforderungen in den nächsten Tarifrunden gedroht.

Reuters BERLIN. "Wenn der Staat dabei bleibt, dass er einseitig bei den arbeitenden Menschen zulangt und die Chefs einseitig von Belastungen freistellt, können die Gewerkschaften gar nicht anders, als den Ausgleich für diese Politik bei den nächsten Tarifrunden zu versuchen", sagte der designierte IG-Metall-Chef Jürgen Peters der "Leipziger Volkszeitung" (Samstagausgabe) einem Vorabbericht zufolge. "Wir müssen die Erwartungen unserer Mitglieder erfüllen, und die wollen tarifliche Wiedergutmachung für das, was ihnen diese Regierung androht."

Die Gewerkschaft sei sich aber darüber im Klaren, dass sie nicht sämtliche Folgen der Regierungspläne in den Tarifverhandlungen korrigieren könne. Daher seien auch Protestveranstaltungen geplant.

Am Donnerstag hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) einen Gegenentwurf zu den Reformplänen des Kanzlers vorgestellt, der unter anderem ein Ausgabenprogramm in Höhe von 15 Milliarden Euro vorsieht. DGB-Chef Michael Sommer hatte bei der Vorlage des Entwurfs betont: "Wir halten die Reformagenda 2010 von Schröder für falsch und wir werden weiter mit Protestaktionen dagegen kämpfen." Der DGB-Entwurf war auf Ablehnung bei Regierung, Opposition und Arbeitgebern gestoßen. Schröder hatte unter anderem Einschnitte bei Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe angekündigt.

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